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Windebyer Weg : Neubaupläne für die ehemalige Praxis Konrad

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Für die ehemalige Praxis Konrad im Windebyer Weg ist ein Abriss und Neubau geplant. Der Bauausschuss stimmte dem Aufstellen eines Bebauungsplanes zu.

shz.de von
erstellt am 25.Nov.2015 | 20:38 Uhr

Eckernförde | Die Hesterberg und Stadtfeld gGmbH plant einen Abriss und Neubau am Standort der ehemaligen Klinik Konrad im Windebyer Weg 39. Am Dienstagabend stimmten die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans, nachdem Architektin Manuela Hanke das Projekt vorgestellt hatte.

Die Gesellschaft der Stiftung Diakoniewerk Kropp unterstützt und begleitet an den Standorten Schleswig und Eckernförde insgesamt rund 360 Menschen mit seelischen, geistigen und Mehrfachbehinderungen sowie mit Suchterkrankungen. Sie werden zum Teil vollstationär untergebracht und erhalten eine integrierte Förderung in Beschäftigungs- und Tagesförderstätten. Zum Teil kommen sie auch von außerhalb zur ambulanten Betreuung in der Förderstätte.

In der ehemaligen Klinik Konrad im Windebyer Weg leben und arbeiten seit dem Jahr 2011 in einer internen Tagesförderstätte derzeit 30 mehrfach geistig und körperlich behinderte Menschen. „Das Gebäude ist in Teilbereichen baufällig und erfüllt nicht die heutigen Ansprüchen und Vorschriften an ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung“, sagte Manuela Hanke. Aufgänge, Treppen und verwinkelte Räume nannte Piet Lassen, Geschäftsführer der Hesterberg und Stadtfeld gGmbH, in einem Pressegespräch als Hindernis, ebenso ständige Wasserschäden. Deshalb soll die ehemalige Klinik in zwei Abschnitten abgerissen und neu gebaut werden.

Die Stiftung Diakoniewerk Kropp plant einen Neubau für das Wohnheim mit 36 Einzelzimmern zur vollstationären Unterbringung, einer externen Tagesförderstätte mit 12 Plätzen und einer internen Tagesförderstätte für 36 Bewohner an diesem Standort.

Zurzeit ist das rund 4700 Quadratmeter große Grundstück mit einem ein-bis zweigeschossigen Gebäudekomplex aus dem Jahr 1954 und späteren Anbauten mit einer Bruttogrundfläche von etwa 1450 Quadratmetern bebaut. Erschlossen ist das Gelände zum einen vom Windebyer Weg und zum anderen von der Hindenburgstraße aus. Im südlich gelegenen Grundstücksbereich befindet sich ein Garten mit hohem Baumbestand.

Das neue Wohnheim soll aus vier zweigeschossigen Baukörpern mit Sattel- und Flachdächern bestehen, die sich in ihrer Höhe an dem derzeit höchsten Gebäude des bestehenden Komplexes orientieren. Die Planungen sehen eine neue Bruttogrundfläche von etwa 1180 Quadratmeter vor, also 270 Quadratmeter weniger als zuvor. Der im südlichen Bereich gelegene Garten soll erhalten bleiben. Allein eine Kastanie und eine Fichtengruppe müssten für die Bauarbeiten gefällt werden. Sie sollen durch Ersatzgrün ausgeglichen werden. Die Gebäude sind als massiver Mauerwerksbaukörper mit einer hellroten Verblendfassade und Satteldächern (in Teilbereichen Flachdach) geplant. Künftig soll es nur noch vom Windebyer Weg eine Zufahrt geben.

Sven Roßmann von der Stiftung Diakonie Kropp peilt das Frühjahr 2017 als Baubeginn für den ersten Bauabschnitt an, während dessen die Bewohner in den verbleibenden Gebäuden zusammenrücken müssen. Der zweite Abschnitt erfolgt ein Jahr später, so dass mit der Fertigstellung im Frühjahr 2019 gerechnet wird. Die Kosten gibt Roßmann in einer ersten groben Schätzung mit 4,5 Millionen Euro an.

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