Einweihung : Neubau mit viel Geschick und Disziplin

Viel Platz bietet der Anbau und Ausbau des Waldjugendzentrums. Landesleiter Lennart Dürotin (l.) nahm den Schlüssel von Annette Wruck, Landesforsten, entgegen.
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Viel Platz bietet der Anbau und Ausbau des Waldjugendzentrums. Landesleiter Lennart Dürotin (l.) nahm den Schlüssel von Annette Wruck, Landesforsten, entgegen.

Einweihung des erweiterten Waldjugendzentrums in Hütten/ Landesforsten finanzieren Projekt mit rund 60000 Euro / 5000 Stunden Eigenleistung

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23. Juli 2015, 05:58 Uhr

Hütten | Nach rund drei Jahren Planungs- und Bauzeit hat die Waldjugend Hütten den Anbau beim schleswig-holsteinischen Landeszentrum endlich eingeweiht. „Das wurde auch Zeit, die Luft war langsam raus“, gestand Landesleiter Lennart Dürotin am Dienstagabend bei der Feier ein. Rund 5000 Arbeitsstunden haben die Jugendlichen und freiwilligen Helfer in das Projekt gesteckt. Lediglich die Sanitär- und Heizungsarbeiten wurden an eine Fachfirma vergeben. An vielen Wochenenden trafen sich 15 bis 20 Helfer, um den Bau voranzubringen. „Insgesamt wurde an 114 Tagen an der Remise gebaut“, so Dürotin. Die Kosten von rund 60  000 Euro übernahmen die Landesforsten.

2012 begannen die Planungen für den Anbau der Remise am Wirtschaftstrakt, in dem Landesarchiv, der Gruppenraum, Küche und Bäder untergebracht sind. 2013 gab es die Baugenehmigung und es konnte losgehen. Architekt Volker Lessow, der schon den Bau des Wirtschaftsgebäudes, der so genannten B-Hütte plante, und auch den Remisenanbau unter seinen Fittichen hatte, verstarb 2012. „Volker hatte bereits beim Bau des Wirtschaftstraktes 2002 bis 2005 den Reserveraum im Dachboden eingeplant“, erinnerte Revierförster Thomas Kahn an die Verdienste Lessows. Iwer Jürgens aus Rendsburg übernahm das Projekt nach dem Tod des Architekten. „Es hat mich beeindruckt, mit welchem Fleiß und Spaß die Jugendlichen bei der Sache waren“, sagte Jürgens.

Mit dem Anbau verschaffte sich die Waldjugend mehr Platz, was angesichts der wachsenden Teilnehmerzahl und dem Anstieg der Gruppen von bislang zwei auf nunmehr drei, dringend erforderlich war. So gibt es nun einen Seminarraum sowie Lagerkapazitäten für die Küchenutensilien und einen Balkon mit Treppe. Die Dachverschalung musste gelöst werden, um eine Wärmedämmung einzubauen. Außerdem wurde eine Solarthermieanlage installiert, die das Brauchwasser vorwärmt. .„Wir haben heimische Hölzer, überwiegend Lärche verwendet“, berichtete Lennart Dürotin, und man habe sich beim Stil an die bereits bestehenden Gebäude gehalten. Den Schlüssel für den Neubau überreichte Annette Wruck von den Landesforsten an Lennart Dürotin. „Toll, dass sich junge Menschen so engagieren“, zollte sie der Landjugend Lob. Auch Hüttens Bürgermeister Georg Beyer hob den Fleiß und die Disziplin der jungen Leute hervor. „Das zeugt von einer lebendigen Waldjugend“, so Beyer.

Rainer Schramm gründete vor mehr als 30 Jahren die Waldjugend Hütten, von 1996 bis 2000 war er Leiter des Landesverbandes Nord. Sein Geschenk war auch eher praktischer Natur. Er händigte den Jugendlichen eine Kaffeemaschine aus.

Fünf handgeschmiedete Spaten als Geschenk mitgebracht hatten Franz Isfort und Alf Jark von der Stiftung Klimawandel. „Ihr schnackt nicht, ihr packt an“, sagte Jark zu der Waldjugend. Das Miteinander, das gelebt werde, sei vorbildhaft, wie Aufgaben und Geschicke verteilt werden, beeindruckend.

Als Kreisvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) erhoffe sich Förster Rainer Mertens, dass sich Waldjugend und Schutzgemeinschaft gegenseitig befruchten und die Waldjugend auch neuen Schwung in die Gemeinschaft bringe. Eine Vorstandssitzung der SDW in dem Neubau habe es bereits gegeben.

Die nächsten Nutzer des Neubaus werden die mehr als 40 Jugendlichen sein, die ab Sonnabend für 14 Tage im Wald leben werden. Dann findet wieder das Jugendwaldlager statt.

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