Netzausbau nimmt weiter Fahrt auf

Durch ein sogenannntes Leerrohr (im Hintergrund) werden die Glasfaserkabel verlegt.
1 von 2
Durch ein sogenannntes Leerrohr (im Hintergrund) werden die Glasfaserkabel verlegt.

550 neue Glasfaseranschlüsse bis 2019 geplant

von
27. Juli 2018, 14:03 Uhr

Etwas mehr als acht Jahre ist es nun her, dass der Breitbandzweckverband der Ämter Dänischenhagen, Dänischer Wohld und Hüttener Berge am 9. Juli 2010 gegründet wurde. Ziel war es, auch die kleinen Dörfer auf dem Land mit schnellem Internet zu versorgen, um welche die großen Kommunikationsunternehmen aus wirtschaftlichen Gründen einen Bogen machen. Nachdem in den ersten Jahren etliche Kilometer Leerrohre durch die drei Amtsgebiete verlegt wurden, holte der Zweckverband 2014 in einer europaweiten Ausschreibung das Flensburger Unternehmen Net Services (Marke: Fiete.Net) ins Boot.

Die Strategie der großen Unternehmen hat sich in der Zwischenzeit jedoch geändert. Auch sie sind in dörflichen Gebieten nun deutlich engagierter als noch vor einigen Jahren. „Es ist nicht immer ganz einfach. Wir haben es mit dem Wettbewerb auf dem Markt zu tun und da muss man manchmal schon den einen oder anderen Haken schlagen“, sagte Verbandsvorsteher Jens Krabbenhöft in der konstituierenden Sitzung des Zweckverbands.

Auch in dieser Legislaturperiode wird Krabbenhöft dieses Amt weiterführen. Die Mitglieder des Zweckverbandes wählten ihn einstimmig wieder. Als seine Stellvertreter fungieren künftig Horst Mattig und Thorsten Schulz. Zu Mitgliedern für die Prüfung des Jahresabschlusses wurden Stefan Kohlmann, Sönke-Peter Paulsen und Detlef Kroll gewählt. Aus dem Zweckverband verabschiedet wurden Sabine Axmann-Bruckmüller und Robert Ott, die beide von Anbeginn im Verband vertreten waren.

Das Ziel, dem sich auch der neu zusammengesetzte Zweckverband verpflichtet: „Wir wollen in den nächsten zehn Jahren alle 15 000 Haushalte im Verbandsgebiet ans Breitband anschließen“, so Andreas Betz, Amtsdirektor des Amtes Hüttener Berge. Auch die unterversorgten Gebiete, in denen die Surfgeschwindigkeit momentan noch bei unter 30 oder 16 Megabits pro Sekunde liegt, sollen in der Zukunft ans schnelle Internet angeschlossen werden.

Glasfaser lautet daher das Zauberwort. „Wir werden bis Ende 2019 rund 550 Haushalte in einer ersten Phase anschließen“, erklärte Betz. Die Anzahl der gebauten Hausanschlüsse im Verbandsgebiet liegt aktuell bei 483. Im ersten Halbjahr 2018 wurden davon 25 Wohneinheiten fertiggestellt, 2017 waren es 79. Für den weiteren Ausbau war der Breitbandzweckverband gezwungen, den Auftrag neu auszuschreiben, da der bisherige Tiefbauer aufgrund der dramatisch gestiegenen Preise im Tiefbausegment den bis 2018 laufenden Rahmenvertrag nicht zu den bisherigen Preisen anbieten konnte.

Die Verbandsversammlung beschloss daher, die bereits in Auftrag gegebenen Hausanschlüsse durch die Gettorfer Firma Sievertsen erledigen zu lassen. Die Auftragssumme für die kurzfristigen Tiefbauarbeiten von 250 Metern und 50 Hausanschlüssen beträgt knapp 82  000 Euro.

Mit Blick in die Zukunft beschloss der Zweckverband zudem, die Ausschreibung eines Rahmenvertrages für den Glasfaser-Hausanschlussausbau in den unterversorgten Gebieten sowie in Neubaugebieten, die etwa am bereits vorhandenen Landesglasfasernetz liegen, durchzuführen. Der Baustart soll 2019 erfolgen. Mit einer Fertigstellung ist Ende 2020 zu rechnen. Die Investitionskosten belaufen sich den Schätzungen zufolge auf rund 800  000 Euro.

Des weiteren entschied sich die Verbandsversammlung dafür, künftig Mitglied im Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) zu werden. „Ich glaube, dass uns das eine große Hilfe wäre und wir enorm Zeit sparen würden, da wir uns in vielen Fragen Hilfe von anderen Zweckverbänden holen können“, so Amtsdirektor Andreas Betz.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen