Nemo: Stummfilm mit Live-Musik

Teinosuke Kinugasa.
Teinosuke Kinugasa.

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18. Januar 2018, 06:53 Uhr

Es ist wieder Performance-Zeit in der Galerie Nemo im alten Bootshaus an der Strandpromenade. Am Freitag, 19. Januar, um 19 Uhr wird dort der japanische Stummfilm „Eine Seite des Wahnsinns“ des japanischen Regisseurs Teinosuke Kinugasa aus dem Jahr 1926 gezeigt. Der mexikanische, in Madrid lebende Komponist und Klangkünstler Iván Ferrer-Orozco wird die Aufführung mit elektronischer Live-Musik begleiten. Der Eintritt ist frei.

Der 1896 geborene und 1982 verstorbene Kinugasa zählt zu den Pionieren des japanischen Films und gilt als stilistischer Wegbereiter für den berühmten Regisseur Akira Kurosawa und andere.
Kinugasa gab 1922 sein Regiedebüt. Der 1926 entstandene Stummfilm „Eine Seite des Wahnsinns“ zählt zu den wenigen noch erhaltenen japanischen Filmen der 1920er Jahre. Der Film galt fast 50 Jahre lang als verschollen, bis er 1971 in Kinugasas Lagerhaus wiederentdeckt wurde. Kinugasa schildert die subjektive Wahrnehmung der Insassen eines Irrenhauses und die dort spielende Geschichte. Obwohl er zu einem stetig verstörender werdenden Bildstrudel zusammengeschnitten ist, erzählt der Film unzusammenhängend die Geschichte des Hausmeisters der Anstalt, in der seine Frau als Patientin untergebracht ist.

Iván Ferrer-Orozco war 2017 Stipendiat des Schleswig-Holsteinischen Künstlerhauses in der Ottestraße. Seine Musik wurde auf Festivals in Mexiko, Spanien, Süd-Korea, Argentinien, Kanada, Deutschland, Italien und den USA aufgeführt. Darüber hinaus wirkt er als Klangkünstler, Kurator und Performer.

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