Eckernförde intern : Naturstein- Kompromiss

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18. Februar 2018, 06:18 Uhr

Eckernförde | Es bahnt sich ein neuer Konflikt in der Innenstadt an. Diesmal geht es mal nicht um Parkplätze, das fehlende Kino oder ehrgeizige Großbaupläne im Bahnhofsviertel, sondern um die Pläne für den barrierefreien Ausbau der beliebten St.-Nicolai-Straße im Herzen der Stadt. Ziemlich viele Menschen finden es nicht richtig, die alten Natursteine durch glatten Klinker zu ersetzen. Unnötig, meinen viele, Korrekturen zur Verbesserung der Begehbarkeit seien auch mit dem vorhandenen Material machbar. Eine glatte Klinkerpiste wäre übertrieben und dem Charme der Altstadtgasse abträglich.

Der Ball liegt im Feld der Politik. Dort muss entschieden werden, ob die optisch zweifellos gelungene Gestaltung bei gleichzeitiger Verbesserung der Begehbarkeit auch in der Mitte weitgehend erhalten oder glattgefräst wird. Bevor man durch eine Neupflasterung womöglich größeren Schaden anrichtet, sollte man die Kritik ernst nehmen und versuchen, die vorhandenen Mängel zu beheben, die Natursteinpflasterung zu erhalten und die Straßenmitte so weit wie möglich für die Nutzung durch gehbehinderte Menschen zu optimieren. Das konsequente Freihalten der vorhandenen Gehstreifen gehört zwingend dazu. Es scheint dort viel machbar zu sein, auch wenn eine solche Lösung nicht an die geebneten Vorzüge einer glatten Klinkerstrecke zwischen Rathausmarkt und Ochsenkopf heranreichen dürfte.

Die Neugestaltung der St.-Nicolai-Straße könnte zu einem Vorzeigeprojekt in Sachen Kompromissfähigkeit werden, dem am Ende auch Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer zustimmen könnten.

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