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Aufforstung : Naturpark wächst um 60 000 Bäume

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Holzspielzeughersteller spendet einen Wald in den Hüttener Bergen. Schulkinder helfen beim Pflanzen vonr rund 60000 Bäumen.

shz.de von
erstellt am 01.Dez.2013 | 16:35 Uhr

Ein Baum für jedes neugeborene Kind in Schleswig-Holstein – seit zehn Jahren sorgt Norddeutschlands größter Spielzeughersteller Gollnest & Kiesel aus Güster bei Lauenburg auf diese Weise für neue Waldflächen im Land. In diesem Jahr spendete das Unternehmen 60 000 Bäume, mit denen eine rund zehn Hektar große Fläche am Scheelsberg im Naturpark Hüttener Berge aufgeforstet wird.

Am Freitag wurde mit tatkräftiger Unterstützung durch Kinder der Schule Ascheffel und des kommunalen Kindergartens Brekendorf mit der Pflanzaktion begonnen. Mit dabei waren auch die beiden Inhaber des Unternehmens, Fritz-Rüdiger Kiesel und Gerhard Gollnest, sowie Vertreter der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, des Naturparkvereins Hüttener Berge, der Globetrotter Stiftung und der umliegenden Gemeinden.

„Was wir den Wäldern an Holz für unsere Spielzeuge entnehmen, wollen wir mit dem Pflanzen neuer Bäume zurückgegeben“, erläuterte Fritz-Rüdiger Kiesel den Hintergrund der Aktion. Die Zahl der Bäume liege in diesem Jahr über der Geburtenrate mit rund 20 000 Neugeborenen im Land. Da man aber das ein oder andere Jahre keine Waldpflanzaktionen verwirklicht habe, gleiche es sich auf diese Weise aus, pro Kind würden dann drei Bäume gesetzt.

Mit diesen Baumspenden wolle das Unternehmen Verantwortung zeigen, denn „für uns ist es wichtig, den Gedanken der Nachhaltigkeit zu unterstützen“, sagte Kiesel. Ein wichtiges Projekt, findet auch Lutz Boucsein, stellvertretender Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. Nur zehn Prozent des Landes Schleswig-Holstein seien mit Wäldern bedeckt, das sei zu wenig. „Ziel ist es, diesen Anteil auf zwölf Prozent zu erhöhen. Das schaffen wir aber nicht alleine und sind deshalb auf Sponsoren angewiesen“, erklärte Boucsein und dankte den beiden Inhabern der Spielzeugfirma für ihre großzügige Unterstützung. Nachhaltigkeit bedeute in der Forstwirtschaft, den Wäldern so viel Holz zu entnehmen, wie auch wieder angepflanzt wird. Denn Wälder seien nicht nur wertvolle Lebensräume, Orte der Erholung und Klimaschützer, „wir brauchen Wälder auch als Produktionsorte, denn Holz ist und bleibt ein wichtiger Werkstoff“, betonte Lutz Boucsein.

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