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Naturpark Hüttener Berge : Naturpark Hüttener Berge bangt um jeden Euro

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hans-Claus Schnack sorgt sich um die Zukunft der Naturparke / Kreis knüpft Mittelvergabe an hohe Auflagen

Klein Wittensee | Den Ausbau des Europawanderweges zwischen Schoothorst und dem Aschberg, ein Wanderweg von Bünsdorf nach Haby, neue Knick- und Reddertouren sowie Ruheplätze mit Informationstafeln – Ideen, um den Naturpark Hüttener Berge attraktiver zu gestalten, hat Hans-Claus Schnack viele, doch die kosten Geld. „Wir müssen jedes Jahr bangen, ob wir wieder Gelder vom Kreis Rendsburg-Eckernförde erhalten“, sagt der Vorsitzender des Naturparkvereins.

1970 hat der Kreis Rendsburg-Eckernförde die Trägerschaft für die drei Naturparke Aukrug, Westensee und Hüttener Berge übernommen. „Anfangs wurde noch viel investiert“, sagt Schnack, doch die Euphorie sei rasch verflogen. Der Kreis habe sich immer mehr aus der Pflege der Naturparke herausgezogen. „2007 standen wir vor einem Scherbenhaufen“, erinnert sich der Klein Wittenseer noch gut. Die Akteure in der Region sollte die Parke übernehmen, retten, was noch zu retten ist. 2009 gründet sich daraufhin der Naturparkverein Hüttener Berge. Vom Kreis erhielten die Naturparke, darunter auch die Schlei, insgesamt 72  000 Euro, 3000 Euro gingen an den Bundesverband Deutscher Naturparke. Für die Hüttener Berge betrug der Anteil 25  000 Euro.

Ende 2013 lief die Förderung aus. Es war Wahlkampf und Schnack nutzte diese Zeit, um Gespräche mit allen Fraktionen zu führen – nicht nur für den Naturpark Hüttener Berge, sondern für alle Parke des Kreises. Und er hatte Erfolg. Die Zusage, auch über das Jahr 2013 hinaus die Naturparke zu fördern, war aber verbunden mit einer Änderung der Finanzierung. Statt einer fest vereinbarten Summe, erhält der Naturpark Hüttener Berge, ebenso wie der Naturpark Westensee 33,33 Prozent der zur Verfügung gestellten Mittel, derzeit rund 23  000 Euro. An den Naturpark Aukrug gehen 22 Prozent, an den Naturpark Schlei 11,33 Prozent. „Wenn der Kreis die Gesamtmittel kürzt, springt auch für uns weniger heraus“, sagt Schnack. Dem Verein fehlt dadurch die Planungssicherheit. Zudem sei die Mittelvergabe mit viel Papierkram verbunden. Ein Tätigkeits- und Haushaltsbericht, Projektbeschreibungen und Konzepte müssen bis 31. März der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) vorgelegt werden. Die prüft und entscheidet. „Das war vor ein paar Jahren alles noch einfacher“, sagt Schnack, da hätte oftmals der kurze Dienstweg gereicht, um Mittel vom Kreis einzuwerben.

Am 24. Februar sind wieder alle Vertreter der vier Naturparke zur WfG für erste Gespräche geladen, dann geht es um den Zuschuss für 2016. Auch Vertreter von Verwaltung und der Fraktionen werden dabei sein. Im Herbst gibt es ein weitere Treffen in Rendsburg. „Ein hoher Verwaltungsaufwand“, findet Schnack. Dabei gehe es doch um eine vergleichsweise geringe Summe angesichts eines Kreishaushaltes von rund 315 Millionen Euro. Die Umsetzung von Projekten hänge von der Höhe der Förderung aus, doch diese werde erst Jahr für Jahr bei den Haushaltsberatungen des Kreistages neu entschieden.

Neben konkreten Projekten, wie neuen Wanderwegen, verwendet der Verein viel Zeit und Geld mit der Unterhaltung von vorhandenen Einrichtungen. Defekte Bänke müssen erneuert, Schilder aktualisiert und aufgestellt werden. Helfer, die anpacken wollen, sind da, betont Schnack. Er befürchtet, dass das Ehrenamt, das sich der Naturparke angenommen hat, von den Hemmnissen abgeschreckt werden könnte, Aufgaben zu übernehmen. Mehr als 200 Menschen haben damals beim Naturparkplan mitgewirkt. „Es ist frustrierend, wenn man den Eindruck hat, dass unsere Arbeit nicht wahrgenommen wird“, so Schnack. Da der Kreis ja auch die Gelder für die lokale Tourismusorganisationen sowie den Ostseebäderverband gestrichen hat, seien die Naturparke gleich mehrfach betroffen.

Rund 30 Mitglieder zählt der Naturparkverein Hüttener Berge, das sind Beiträge von rund 1000 Euro. Weitere 6000 Euro gibt es das Amt Hüttener Berge, 4500 Euro von den Gemeinden – 50 Cent pro Einwohner. Aus dem Amt Hüttener Berge haben sich bislang nur Haby und Holtsee noch zu keiner Mitgliedschaft durchgerungen, aus dem Amt Schlei-Ostsee ist Hummelfeld als Vollmitglied dabei, die Gemeinde Güby gibt aufgrund ihrer Lage 25 Cent pro Einwohner an den Naturpark Schlei und 25 Cent an den Naturpark Hüttener Berge. Fleckeby und Goosefeld könne sich Schnack noch gut als weitere Kandidaten vorstellen, auch bei Haby und Holtsee wolle er nicht locker lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 14.Feb.2015 | 06:56 Uhr

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