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Eckernförder Zeitung

24. Oktober 2017 | 08:48 Uhr

Strandkino : Naturerlebnis Kinofilm

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen hat mehrere Filme am Strand vor dem Ostsee Info-Center gezeigt. Etwa 600 Gäste genossen das Freiluftkino mit den Füßen im Sand.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2015 | 06:01 Uhr

Eckernförde | Das Wetter ist ein Green-Screen-Fan. Noch am Freitagmittag hatten sich die Helfer des Internationalen Naturfilmfestivals Sorgen wegen eines angekündigten Gewitters gemacht. Am Abend sollte nämlich das Strandkino stattfinden: Filme unter freiem Himmel am Strand vor dem Ostsee Info-Center (OIC) – kostenlos. „Zum Glück hatten wir Ostwind, der den Regen aus Westen immer etwas wegdrückt“, sagt Carsten Füg aus dem Green-Screen-Büro. Dieser Wind wiederum war dann doch recht stark, so dass zunächst eine kleinere Leinwand zum Einsatz kommen sollte. Doch am Ende war auch das nicht nötig: Der Wind flaute ab und es blieb trocken, so dass die Zuschauer – mal wieder – einen lauen Sommerabend beim Freiluftkino mit den Füßen im Sand genießen konnten. Auf Decken und mit Picknickkörben machten sie es sich im Sand gemütlich, andere nahmen Platz auf den Stufen des Ostsee Info-Centers, wieder andere hatten sich ihre Campingstühle mitgebracht und genossen das Getränkeangebot des OIC. Zwar waren nicht ganz so viele Besucher gekommen wie im vergangenen Jahr, aber mit geschätzten 600 Gästen waren die Veranstalter rundherum zufrieden.

Den Anfang machte ab 21.15 Uhr ein Interview mit dem Pressesprecher des Schlosses Gottorf. Schließlich wurde als Vorfilm neben dem Frohnatur-Sieger 2014 („Bottle“von Kirsten Lepore) im Anschluss die Dokumentation „Kampf um die Ostsee – das Wrack der Hedvig Sophia“ gezeigt: Im Jahr 1715 versenkten dänische Kriegsschiffe im Konflikt um die Vorherrschaft in der Ostsee das Flaggschiff der schwedischen Flotte, die „Hedvig Sophia“. Der Film erzählt die Geschichte des Konfliktes in der Kieler Bucht und der archäologischen Forschungsarbeit.

In der Zwischenzeit hatte sich die Sonne gänzlich zurückgezogen, so dass die richtige Kinobeleuchtung herrschte. Jetzt begrüßte Festivalleiter Gerald Grote die Gäste, bevor über die Leinwand der Film „Australien: Im Reich der Riesenkängurus“ flimmerte. Die Dokumentation von Toralf Grospitz und Jens Westphalen hatte im vergangenen Jahr den Preis für die beste Kamera gewonnen und zeigte als Hauptdarsteller die wahren Australier: rote Riesenkängurus, die mit ihren bis zu 12 Meter weiten Sprüngen das Outback durchqueren, in dem Menschen aufgrund der sengenden Sonne schon nach wenigen Stunden den Hitzetod sterben würden. Ihre Nachwuchs ist im Beutel gut aufbewahrt – auch wenn es darin ganz schön eng werden kann, wie seltene Verhaltensaufnahmen aus dem Beutelinnern zeigten.

Gegen 23.15 Uhr dann war das Strandkino zuende, zufriedene Gesichter im weiten Rund. Noch ein zwei Gläser Bier oder Wein krönten den Abend, bevor es nach Hause ging. Kaum angekommen, begann es dann zu regnen, aber das durfte es dann ja auch.

 

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