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Holunderfest : Natur mit allen Sinnen erleben – Holundertag auf Hof Helle

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Tiere, Holunderprodukte und vieles Interessantes aus der Natur erwartete Besucher beim jährlichen Holunderfest auf Hof Helle. Besonders die Miniponys Keks und Krümel waren bei den jungen Besuchern beliebt.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2013 | 06:16 Uhr

„Wer kommt, bleibt lange.“ Monika von Rantzau kennt das aus den vergangenen Jahren: Ihr Hof Helle in Thumby ist ein Magnet und das Holunderfest am letzten Septemberwochenende beliebt, vor allem bei Familien.

„Die Fliederbeersuppe mit Grießklößchen ist der Hit...“ Die Mütter, Väter, Omas und Opas lassen sich Zeit, gucken sich in Ruhe um, sie trinken Kaffee, essen Kuchen, decken sich mit Fliederbeersaft und Marmeladen ein, stöbern auf dem Kunsthandwerkermarkt und lassen die Kleinen einfach mal laufen. Kinder und Enkel streicheln die Esel, die Meerschweinchen oder die Miniponys Keks und Krümel−, fahren hinten auf dem Trecker mit und genießen das Abenteuer.

Die kleine Mattea Willner ist ein „ausgemachter Schweinefan“ wie ihre Mutter Nina berichtet. „Sie will am liebsten da rein.“ Mit „da“ ist das Gehege der Meerschweinchen gemeint. „Ja, der ganze Hof ist Bullerbü“, bestätigt Rantzau den Eindruck von heiler Kinder-Welt.

Interessant sind Konzept und Idee des Schulbauernhofes, den Schulklassen das ganze Jahr über für eine Woche lang besuchen kommen. Es ist der Kreislauf des Lebens. Gegessen wird, was der Garten hergibt. Es wird gemeinsam gepflanzt, gehegt, gedüngt – mit dem Mist der Tiere. Ohne sie zu füttern, kein Mist. Ohne Arbeit im Stall kein Dünger, ohne Pflege der Pflanzen im Garten kein Gemüse. Nach der Arbeit kommt der Hunger, ohne Arbeit nichts zu essen, ohne Garten keine Früchte, ohne Mist kein Dünger. Das sind nur wenige Zähnchen im großen Getriebe des Lebens. Wie viele oft unsichtbare große und kleine Elemente in der Natur noch eine Rolle spielen und zum großen Ganzen beitragen, das verdeutlicht ein Knickspaziergang. Hierbei haben Interessierte Gelegenheit, ihre Sinne zu schärfen, hinzugucken, Neues zu hören: „Auf einem Quadratmeter Knick findet man 500 Tiere. Los geht es mit Reh und Dachs über Schmetterlinge bin hin zu den kleinsten Wesen wie Ameisen. „Der eine lebt vom anderen, jedes Teilchen ist zu etwas nütze“, öffnet Rantzau so manchem die Augen. „Es kann sein, dass man für 200 Meter eine halbe Stunde braucht...“, weiß denn auch die Hofbesitzerin, die mit Christiane Wegerdt und Michael Biehl ein engagiertes Betreiberpaar gefunden hat. Neu in Helle ist die von einer Umweltlotterie geförderte Permakultur mit Gründach: Dieses Gefüge aus Hühnerstall, Gewächshaus und Garten stellt einen Miniaturkreislauf dar. Das Gewächshaus wärmt im Winter den Hühnerstall, der Hühnermist kommt in den Garten und düngt die Pflanzen, die Pflanzen dienen ganzjährig als Bienenweide und befruchten sich gegenseitig, Reste aus dem Garten gehen an die Hühner, welke Pflanzenreste bleiben liegen und schützen den Boden. „Der ist nie nackt“, so Rantzau über das Prinzip Permakultur. „Ein schönes System für Kinder“, fügt sie hinzu.

Am Ende des Tages erzählte Nina Willner: „Wir sind seit 12 Uhr hier und verbringen einen entspannten Tag. Ich war vorher noch nie hier und bin ziemlich begeistert. Das ist etwas für meine Grundschulklasse.“

www.holunderhof-helle.de

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