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Naturschutz-Projekt : „Nasse Füße“ für Frosch und Lurch

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Für mehr Vielfalt: Wiedervernässung im Hüttener Forst

von
erstellt am 10.Dez.2016 | 06:33 Uhr

Hütten | Wasser bedeutet Leben, und das soll in der Försterei Hütten möglichst vielfältig sein. „In der Vergangenheit war es eher das Ziel, Flächen trocken zu legen“, sagt Förster Thomas. Davon zeugen noch die etlichen Gräben, die überall im Wald vorhanden sind. Dadurch gingen im Laufe der Jahrzehnte nasse Standortverhältnisse verloren. Gerade bei der Fauna lässt sich der Ausfall vieler Arten nachweisen. Doch, um die Vielfalt zu fördern, werden derzeit in zahlreichen Gräben Staustufen angelegt, weit über 30 Stück. Dadurch wird das innere Entwässerungssystem außer Kraft gesetzt. Das Wasser wird angestaut und so länger auf den angrenzenden Flächen gehalten. „Davon profitieren vor allem die Amphibien“, sagt Kahn, diese bräuchten über einen längeren Zeitraum Feuchtigkeit, um zu überleben.

Mit dem Bau der Baustufen hat Revierförster Kahn den Damendorfer Günther Jensen von der Firma Markus Löök beauftragt. Mit seinem kleinen, wendigen Bagger gräbt er ein tiefes Loch, um so an den Sand- oder Lehmboden zu gelangen. Auf einer Länge von zwei bis drei Metern wird der wasserführende Graben dann aufgefüllt, das Wasser zurückgestaut. Auch drei verrohrte Grabendurchgänge wurden höher gelegt, auch dadurch staut sich das Wasser und vernässt die anliegenden Flächen. Auf einer Karte hat Thomas Kahn für Günther Jensen genau markiert, welche Gräben an welcher Stelle zu stauen sind. Denn private Flächen dürfen durch das Aufstauen nicht betroffen werden. Ausgewählt wurden ausschließlich FFH-Flächen. Der dafür vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und ländliche Räume erstellte Managementplan sieht neben der Verjüngung des Baumbestandes und der Entnahme nicht-heimischer Baumarten auch die Vernässung der Flächen vor.

Gleichzeitig wird durch das Aufstauen auch ein Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität des Bistensees geleistet. Denn wenn das Wasser länger auf der Fläche verbleibt, würden Nährstoffe von den Pflanzen aufgezehrt und nicht in den See oder die Sorge fließen.

 

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