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Kunst : Nächtlicher Streifzug durch die Galerien

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Acht Ateliers und Galerien öffnen bei der fünften Galerie- und Ateliernacht ihre Türen für Besucher. Bis in die Nacht hinein konnten die Besucher Einblicke in die Vielfalt künstlerischen Schaffens nehmen.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2013 | 09:42 Uhr

Groß war die Vielfalt, mit der sich die Künstler bei der fünften Galerie- und Ateliernacht präsentierten. Die Galerie 66, die Galerie BILDschön, die Galerie im Maschinenhaus, die FrühstücksBühne, HofART, das Künstlerhaus Otte 1, die Künstler WerkstattGalerie und das Atelier Bovensiepen öffneten am Sonnabendabend ihre Türen für Besucher.

„Alle geben sich sehr viel Mühe“, sagte Margrit Niemann, Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins Eckernförde. Die Menschen hätten die Möglichkeit, in die Ateliers zu gehen, sich alles anzusehen und würden die Scheu verlieren, betonte sie. Aber warum abends? „Da haben die Leute Zeit.“

„Ich war sehr angetan von der Heimeligkeit“, berichtete die Kulturbeauftragte Andrea Stephan von ihren Eindrücken aus dem vergangenen Jahr. Sie lud die Gäste ein: „Gehen Sie in die Ateliers.“

Los ging es schon im Maschinenhaus mit Exponaten zum Thema „100 Jahre Maschinenhaus“. Auch Anke Häußler stellt mit aus. Ihr Fokus liege darauf, dass Kunst und Arbeitswelt sich begegnen, sagte sie. „Kunst bringt Farbe in den monotonen Arbeitsalltag, ins Arbeitsgrau.“ Im Zwischendecklager hat sie mit Mitarbeitern der Stadtwerke zusammengearbeitet. Sie zeigen den Wandel der Kultur mit dem Einzug der Frauen und später der Kunst in die Arbeitswelt. Für die musikalische Untermalung der Ausstellung in der Maschinenhalle sorgten Nils Braun und Matti Klockemann von der Band A.R.T. mit ihrer Jazz-Pop-Mischung und Stücken wie „Let her go“ von Passenger und „This is the life“ von Amy Macdonald.

Bei der Galerie- und Ateliernacht dabei waren auch Brigitta Krause und PeKa von der Künstler WerkstattGalerie. Sie stellen Cloisonnagen her. Jedes Teil der Holzbildobjekte wird bemalt und später mit anderen zusammengesetzt. Obwohl später nur eine Seite zu sehen ist, werden beide Seiten bemalt. „Sonst wäre es nicht abgeschlossen“, sagte Brigitta Krause. „Alle Dinge haben zwei Seiten im Leben.“ Auch Mosaiksteine und Skulpturen aus Eiche- und Mooreichenholz sind in ihrer WerkstattGalerie zu sehen. „Die Leute treffen sich“, sagte PeKa. Man unterhalte sich über die Kunst. Im vergangenen Jahr hätten sie bis 4 Uhr in der Nacht mit Besuchern zusammengesessen und sich unterhalten.

Nur ein paar Minuten Fußweg weiter hatte auch das Künstlerhaus Otte 1 seine Türen geöffnet. Die Stipendiaten Jeanette Fabis, Carsten Otte und Frank Lippold nutzten die Gelegenheit, um ihre Arbeiten vorzustellen. Carsten Otte hat ein Kinderbuch geschrieben. In kleinen Vorlesegeschichten erzählt er von Marte, einem kleinen Mädchen in Eckernförde. Am Wochenende zeigte er den Weg von der ersten hin zu weiteren Fassungen, in denen Figuren ausgestaltet und Beschreibungen präziser werden. Frank Lippold arbeitet mit Holzschnitten und Jeanette Fabis arbeitet mit Scharbekarton, in den sie Strukturen einarbeitet. Die Galerie- und Ateliernacht wollten die Stipendiaten nutzen, um dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

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