zur Navigation springen

Jubiläum : „Nachwuchssorgen haben wir nicht“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Freiwillige Feuerwehr Neuwittenbek besteht am Freitag 125 Jahre / Feier zum Amtsfeuerwehrfest im Sommer

Neuwittenbek | Wo früher hauptsächlich Brände bekämpft wurden, setzen sich die Kameraden heute mit technischer Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, Einsätzen im Sturm oder mit Brandschutzerziehung in Kita und Schule für die Sicherheit und das Wohlergehen der Bürger in der Gemeinde ein, tragen mit Veranstaltungen ihren Anteil am gesellschaftlichen Leben im Dorf. Am Freitag besteht die Freiwillige Feuerwehr Neuwittenbek 125 Jahre.

Wie Carsten Schröder, seit 15 Jahren Wehrführer in Neuwittenbek, mitteilt, begehen sie dieses Jubiläum mit einem internen Kameradschaftsabend. Die große Feier für alle mit Festkommers, Festball, Amtsfeuerwehrfest und Frühschoppen findet im Sommer am Wochenende des 19., 20. und 21. Juni statt. „Im Kopf steht der Plan schon“, verrät Karl-Dieter Born vom Festausschuss. „Wir wissen, was wir machen wollen. Für die Details ist ja noch etwas Zeit.“

Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr Neuwittenbek am 13. März 1890. Wie aus der Chronik zum 100-jährigen Bestehen der Wehr hervorgeht, gibt es kein Gründungsprotokoll. Man geht jedoch anhand anderer Quellen davon aus, dass einige Dorfbewohner an diesem Tag die Feuerwehr gründeten, um gemeinsam das Hab und Gut der Bewohner zu schützen. Erster Wehrführer, Hauptmann genannt, war Peter Radbruch. Schon 36 Tage nach der Gründungsversammlung hatte die Wehr ihre erste Feuerprobe zu bestehen. Im Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Bauern Max Jöhnk brach ein Brand aus. Um die Jahrhundertwende bestand die Neuwittenbeker Wehr aus 24 aktiven Mitgliedern. Erst seit Ende der 20er Jahre gibt es kontinuierlich geführte Protokolle, die nachvollziehbar machen, wie die Wehr nach ihren Anfangsjahren die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach überstand. Ein Überblick über die Geschichte, Fahrzeuge, Ausstattung und Einsätze ist auch im Internet auf der Seite der Freiwilligen Feuerwehr Neuwittenbek zu finden. Während der vergangenen 25 Jahre waren die Brände eines Geräteschuppens in Neuwittenbek, in der Käserei und in einem Silo in Altwittenbek die größten Einsätze. Vor 18 Jahren wurde auch beschlossen, das Maifest wieder einzuführen.

Das Feuerwehrgerätehaus ist das dritte jetzt. Den VW Bus haben die Brandbekämpfer 1999 selber zum Mannschaftstransportwagen umgebaut. Das derzeitige Fahrzeug, ein LF 10/6, stammt von 2004. 37 Aktive zählt die Neuwittenbeker Wehr derzeit, davon 17 Atemschutzgeräteträger, 13 Ehrenmitglieder und 139 fördernde Mitglieder. Sie sind die erste Wehr im Amt, die 2012 die Leistungsbewertung Roter Hahn Stufe 4 absolviert hat. „Wir merken, dass das viel bringt für das Fachwissen“, sagt Carsten Schröder. Die Stufe 5 soll in 2016 in Angriff genommen werden. „Nachwuchssorgen haben wir zum Glück nicht“, fügt der Wehrführer zufrieden hinzu. „Was unsere Feuerwehr ausmacht, ist auf jeden Fall die Kameradschaft. Das sieht man auch an der Beteiligung bei Übungsabenden und Veranstaltungen. Jung und Alt, das klappt sehr gut.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen