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Eckernförder Zeitung

17. Dezember 2017 | 18:53 Uhr

Green Screen : Nachwuchsfilmer treffen Profis

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die drei Rotary Clubs der Region haben einen Naturfilm-Abend ausgerichtet. Die Teilnehmer des der Jugendfilmcamps im Wildpark Eekholt berichteten über ihre Erlebnisse. Faszinierende Einblicke in die Arbeit der Naturfilmer gaben Ivo Nörenberg und Oliver Goetzl.

von
erstellt am 10.Sep.2013 | 06:37 Uhr

Früh raus aus den Federn und arbeiten zum Teil bis tief in die Nacht – die Teilnehmer der drei Jugendfilmcamps im Wildpark Eekholt haben am eigenen Leib erfahren, was es heißt, Naturfilmer zu sein. Die 12- bis 17-Jährigen berichteten beim Rotary-Naturfilm-Abend mit knapp 200 Gästen in der Stadthalle von ihren Erfahrungen beim Dreh von Turmfalken, Hirschen und Fischottern. Ob Kamera, Ton, Schnitt oder Text – der Naturfilmernachwuchs musste die wertvollen Hinweise des erfahrenen Kameramanns und Naturfilmers Dieter Hoese, der einst mit Heinz Sielmann um die Welt zog, in kürzester Zeit aufnehmen und umsetzen. Wie gut das geklappt hat, zeigten die beiden eingespielten Jugendcamp-Produktionen, die Jugendcamp-Koordinatorin Angelika Rau ausgewählt hatte. „Faszinierend, so einen Film selbst zu machen“, berichtete ein Jugendlicher, „interessant, was alles dahinter steckt, selbst bei einem Film von nur fünf Minuten“, meinte ein anderer und Charlotta erklärte, wie wichtig Geduld beim Tierfilmen ist. Alle waren sich einig: Das Jugendfilmcamp Eekholt war eine „tolle Erfahrung“.

Bewerbungen für das Filmcamp 2014 können übrigens schon jetzt wieder vorgenommen werden: Zur ersten Kontaktaufnahme reicht eine Mail über die Internetseite www.greenscreen-festival.de, sagt Angelika Rau, die dann die Bewerber anschreibt und mit ihnen das Auswahlverfahren für die drei Camps (eine Woche Oster-, zwei Wochen Sommerferien) erörtert, bei dem auch die Reihenfolge der eingehenden Bewerbungen mitentscheidet. Die Gruppen sollen zudem altersgemischt sein und gleichermaßen aus Jungen und Mädchen bestehen.

Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg sind zwei Naturfilmer, die es geschafft haben. Sie sind nicht nur Green-Screen-Urgesteine, sondern zählen mit ihren atemberaubenden Aufnahmen – wie den aktuellen vom Lippenbär – zu den gefragtesten Tierfilmern der Welt. Die beiden Hamburger kennen sich seit der „Buddelkiste“, wie sie im Interview mit Gerald Grote dem gebannt lauschenden Publikum verrieten. Fotograf Ivo Nörenberg ist durch hartnäckiges Nachfragen in den Job reingerutscht und hat seinen Biologie studierenden Freund zur ersten Produktion „Wisente im Schneesturm“ mit nach Polen genommen. Der Erfolg spornte sie an, sie haben „Blut geleckt“ und wurden fortan immer wieder von den Naturfilmredaktion gebucht. In dem „Making of“ von „Held aus dem Dschungelbuch – Der Lippenbär“ dokumentierten Goetzl und Nörenberg, wie faszinierend, inspirierend aber auch beschwerlich und gefährlich Begegnungen mit wilden Tieren vom – abermaligen – Absturz eines Heißluftballons bis hin zum Hinausschubsen eines plötzlich in der Höhle auftauchenden Lippenbären durch Oliver Goetzl sein können.

Die drei Rotary Clubs Eckernförde, Eckernförde-Dänischer Wohld und Mittelholstein spenden den Erlös des Abend zur Mitfinanzierung der Jugendfilmcamps 2014.

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