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Nachwuchs im Gettorfer Tierpark : Nachwuchs bei den Erdmännchen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Weibchen Roxane erwartet in diesen Tagen im Tierpark Gettorf Nachwuchs

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2017 | 06:53 Uhr

Gettorf | Schon lange wartet man im Gettorfer Tierpark auf Nachwuchs bei den Erdmännchen. Dabei gab es den schon zweimal. Beim ersten Mal jedoch handelte es um eine Totgeburt. Das zweite Junge kam zwar lebend zur Welt – „Quietschi“ wurde am 23. September 2016 geboren –, die Freude darüber hielt jedoch nicht lange. „Nach wenigen Wochen ist das Junge verschwunden“, sagt die Biologin Gabriele Ismer vom Tierpark betrübt. Bis heute weiß man nicht, was dem Kleinen zugestoßen ist. „Er könnte ausgebrochen sein. Möglich ist aber auch, dass er in den Gängen verschüttet wurde.“ Somit blieben die possierlichen Erdmännchen zu dritt.

„Roxane“ teilt sich das Gehege mit „Rufus“ und „Rocky“. Offenbar haben sie den Verlust gut verkraftet, denn „Roxane“ ist schon wieder schwanger. „Das Jungtier kann jeden Tag zur Welt kommen“, sagt Ismer. Trotzdem werde man die Geburt erst nach einigen Tagen registrieren, denn der Nachwuchs bleibt erst einmal unter Tage in dem weitverzweigten Höhlennetz. „Auch wir merken es nur daran, wenn bei der Fütterung regelmäßig einer der drei in die Höhlen verschwindet“, erklärt Ismer.

Nach dem herben Rückschlag um „Quitschi“ hofft sie darauf, dass dieses Jungtier durchkommt. Es wäre der erste wirkliche Zuchterfolg bei den Halbwüstenbewohnern, die seit 2015 die Anlage bewohnen. Eine Frage wird jedoch schwer zu beantworten sein - nämlich die nach dem Vater. Rufus oder Rocky? „Wir werden nie mit Gewissheit sagen können, wer es ist“, sagt Ismer.

Bei Erdmännchen hat die Frau das Sagen, die Männchen sind stehen in der Rangfolge darunter, beide sind aber gleichgestellt. Da jedoch „Rufus“ etwas dominanter ist als „Rocky“ vermutet man, dass er auch der Vater sein dürfte. Doch diese Frage ist für die Mitarbeiter zweitrangig. Man hofft auf ein gesundes und aufgewecktes Jungtier. „Quietschi“ war schnell Liebling bei den Pflegern. Dem neuen dürfte es genauso gehen. 

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