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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 12:44 Uhr

Nachtgreif in Not im Garten

vom

Ein Uhu im Garten eines Barkelsbyer Ehepaares / Falkner hilft dem verirrten Tier / Horst bei Gut Rögen vemutet

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

barkelsby | Einen seltenen Gast hatte das Ehepaar Lemmer aus Barkelsby in seinem Garten. Nahe am Teich saß ein großer Uhu. Auf Annäherung reagierte der Eulenvogel nicht mit Flucht. Die Eheleute nahmen daher an, dass der Greif sich an den teichüberspannenden Schnüren, die gegen Fischräuber installiert worden sind, verletzt haben könnte und flugunfähig sei.

Auf hilfesuchende Nachfrage wurden sie an den Falkner und Jäger aus dem Hegering 3/Südschwansen, Ralf-Ove Homann in Eckernförde, verwiesen. Dieser nahm sich der Sache sofort an. Nach Bundesjagdgesetz darf man sich nicht unbefugt verletztes oder totes Wild - hier zudem ein dem Artenschutz unterliegenden Greifvogel - aneignen.

Der Falkner unterrichtete, nach vorheriger Rücksprache mit dem örtlichen Nabu, den Eulen-Schutzbeauftragten in Schleswig-Holstein, Hans Dieter Martens aus Neuwittenbek. Nach dessen Einverständnis konnte Ove Homann handeln. Er fing den sich ,,verstoßenen" ( Falkner-Fachausdruck) Uhu mit einem übergeworfenen leichten Tuch ein und stülpte seinem Kopf eine Haube über.

Nach ersten Betrachtungen schien sich der Nachtgreif jedoch nicht verletzt zu haben. Um ganz sicher zugehen, brachte der Falkner den Vogel in eine Eulen-Voliere nach Loose. Dort flog der Uhu offensichtlich unverletzt hin und her. Hier wurde der Greif auch nochmal "geatzt" ( gefüttert), bevor es in die Freiheit zurückging.

In der Nähe seines Fundortes, dem Garten der Familie Lemmer, auf dem Barkelsbyer Sportplatz entließ Ove Homann seinen Schützling in die Freiheit.

Bubo Bubo, so sein latainischer Name, flog auf und strich Richtung Gut Rögen davon. Dort wird auch sein Heimatrevier vermutet, erklärte Peter Wohlert, Referent für die Öffentlichkeitsarbeit des Hegelehrreviers 3.

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