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Schulfrühstück : Nachhaltig, regional, biologisch – Grundschule knüpft Netzwerk

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schüler in Dänischenhagen wollen zweite Stufe auf dem Weg zur Zukunftsschule nehmen

Morgens halb zehn in Dänischenhagen: Zeit, den kleinen Schulladen, den es an der Grundschule seit gut sieben Jahren jeden Mittwoch gibt und der von ehrenamtlichen Helfern und Viertklässlern betreut wird, zu öffnen. Gestern war aber einiges anders: Gab es bislang belegte Brötchen mit Salami, Schinken und Käse sowie auch Obst und Gemüse, gab es nun Brot statt der Brötchen, Teewurst und Salami sahen etwas anders aus, als gewohnt. Das Angebot wurde umgestellt und stammt nun – nachhaltig, regional und biologisch – vom Hof Kubitzberg. Auch Obst und Gemüse kommen von dort.

Die Idee dazu hatte die Arbeitsgruppe Schulprogramm, zu der sowohl Eltern als auch Lehrer der Schule gehören. Nachdem das Vorhaben in der Schulkonferenz und auch mit dem von Schulsozialarbeiterin Maike Dörenberg geleiteten Schülerrat besprochen wurde und alle ihr Okay gegeben hatten, startete gestern der Test, der zunächst auf vier Termine im Februar beschränkt ist, um zu sehen, wie das Angebot angenommen wird. „Wir haben uns für die zweite Stufe des Projekts ‚Zukunftsschule‘ beworben“, so Schulleiterin Gesa Meißner. Mit der ersten Stufe – „Wir sind aktiv“ – ist die Schule bereits seit drei Jahren zertifiziert. Die zweite Stufe – „Wir arbeiten im Netzwerk“ – soll jetzt durch die Kooperation mit dem Hof Kubitzberg in Angriff genommen werden. „Das Gute an der Kooperation mit dem Hof ist, dass wir auch mit den Kindern hinfahren können und sie sehen, wo das Essen herkommt, wie die Tiere gehalten werden und wie Gemüse angebaut wird“, betonte die Schulleiterin. Auch im Unterricht wird das Thema behandelt, um bei den Kindern das Bewusstsein für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit zu wecken und zu schärfen. Auch die soziale Komponente spielt laut Meißner eine Rolle – ist der Hof doch eine Einrichtung der Schleswiger Werkstätten und beschäftigt Menschen mit Behinderung. Ein Vorteil des Schulladens ist auch, dass die Viertklässler der Schule aktiv im Schullädchen mitarbeiten und somit praktische Erfahrungen sammeln können. Sie verkaufen die Waren, wodurch sie ein Verhältnis zum Geld bekommen und den Umgang damit lernen, und machen zusammen mit Schulsekretärin Karin Westphal Bestandsaufnahme und Warenbestellung. Wichtig ist Gesa Meißner der Hinweis, dass der Laden ohne den Einsatz der Ehrenamtler – Eltern aktiver sowie ehemaliger Schüler oder auch Großeltern – nicht machbar wäre.

Gestern hatten Alexandra Wohlert, Elke Carstensen und Horst Margenberg gut eine Stunde Brote geschmiert, Äpfel und Mohrrüben geschnitten, die innerhalb einer Viertelstunde reißenden Absatz fanden. Die drei Verkäufer Bon Lou, Jannick und Fritz waren jedenfalls zufrieden, auch wenn sie während ihres Einsatzes alle Hände voll zu tun hatten. Den Schülern hat es offensichtlich geschmeckt. Und wenn es so weiterläuft, heißt es wohl auch nach der Testphase: nachhaltig, regional und biologisch vom Hof Kubitzberg – morgens halb zehn in Dänischenhagen.

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