Amt erstellt Datenbank : Nachbarschaftshilfe per Türanhänger

Dieser Türanhänger soll demnächst ür die Nachbarschaftshilfe im Amtsbereich Hüttener Berge werben.
Dieser Türanhänger soll demnächst ür die Nachbarschaftshilfe im Amtsbereich Hüttener Berge werben.

Die Arbeitsgemeinschaft Ehrenamt/Nachbarschaftshilfe hat ihre Arbeit aufgenommen. Ziel ist die Erstellung von Hilfsangebote auf der Basis von Nachbarschaftshilfe. Außerdem soll es ein Onlineportal für Jugendliche geben.

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07. März 2014, 06:00 Uhr

Damendorf | Suchen Sie kurzfristig einen Babysitter? Oder jemanden, der mit Ihrem Hund Gassi geht? Oder brauchen Sie Hilfe beim Einkauf? Wer Hilfe im Alltag benötigt oder einfach mal etwas Gesellschaft braucht, hat in Kürze im Amtsbereich Hüttener Berge eine Anlaufstelle. Die Arbeitsgemeinschaft Nachbarschaftshilfe/Ehrenamt des Amtes hat eine Datenbank geschaffen, in der sich Bürger, die Hilfe brauchen, anmelden können.

Aber auch diejenigen, die sich ehrenamtlich zum Wohle anderer engagieren und Hilfe anbieten wollen, sollen sich in der Datenbank anmelden. Ein Türanhänger, den die Arbeitsgemeinschaft entwickelt hat, soll demnächst als Flyer verteilt werden und für die Aktion Nachbarschaftshilfe werben.

„Unser Ziel ist erst dann erreicht, wenn alle Bürger, die Hilfe brauchen, zufrieden sind“, so Amtsdirektor Andreas Betz auf der Sitzung des Hauptausschusses des Amtes Hüttener Berge in Damendorf. Vereine und Verbände sollen diesbezüglich eingebunden werden. Weitere Informationen sind unter www.nachbarschaftshilfe.amthb.de erhältlich.

„Jetzt rede ich“ – so lautet das Angebot für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Zukunftsstrategie Daseinsvorsorge des Amtes Hüttener Berge. Das Angebot der Jugendbeteiligung Online/ ePartizipation richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 19 Jahre. Ihre Vorschläge seien erwünscht, so Betz und stellte einige der Ideen vor. Ein Open Air Kino in Bünsdorf und ein Freibad in Owschlag sind nur einige der Gedanken. Noch bis zum 20. März können die Jugendlichen dort bloggen. Unter allen Teilnehmern werden Preise verlost, so Betz. Als ersten Preis gibt es ein i Pad.

Als „ernüchternd“ bezeichnete Betz die Rücklaufquote der Fragebogenaktion in Sachen ÖPNV. 6400 Fragebögen wurden an alle Haushalte im Amtsgebiet verteilt. Nur 6,5 Prozent wurden zurück gegeben. Ein Ergebnis habe die Auswertung aber gezeigt, erklärte der Amtsdirektor, „Berufstätige nutzen den ÖPNV gar nicht.“ Für ihn bedeute das eine zwingende Verbesserung des Angebots. Bemängelt wurden die ungünstigen Fahrzeiten besonders am Abend und am Wochenende sowie der hohe Fahrpreis. „Hier tut sich ein großes Handlungsfeld auf“, zog Betz Bilanz.

Das Projekt Sanierung sowohl des Bistensees als auch des Wittensees geht voran, so Betz in seinem Bericht aus dem Amt. Die Vorplanungen für den Nährstoffeintrag mit Beprobung der Zuläufe und Drainagen sind nahezu abgeschlossen. Erste Werte sollen demnächst vorliegen. Betz betonte hier besonders die Kooperationsbereitschaft der Landwirte am Bistensee und bezeichnete die Zusammenarbeit als vorbildlich. Die Vorplanung für die Schaffung eines Retentionsbeckens Mühlenbek sind abgeschlossen. Das Projekt wird aufgrund der Wasserrahmenrichtlinie voll gefördert.

Eine positive Meldung aus dem Amtshaushalt – der Überschuss in der Kasse beträgt 236 000 Euro, geleistet aus Einsparungen. Den neuen Gesetzentwurf des Kommunalen Finanzausgleichs will das Amt noch analysieren. „Verlierer sind die ländlichen Zentralorte“, so Betz.

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