zur Navigation springen

Surendorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde : Nach Feuer in der Strandoase: Wie geht es weiter?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Neueröffnug der „Strandoase“ steht noch in den Sternen. Pächter und Gemeinde sind frustriert.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2017 | 09:04 Uhr

Surendorf | „Achtung Betriebsunterbrechung! Die Strandoase bleibt vorerst geschlossen!“ , lautet es auf der Internetseite des beliebten Lokals an der Surendorfer Promenade, das im Juli des letzten Jahres abgebrannt ist. Damit ist die Saison für Pächter Andreas Derer zu einem abrupten Ende gekommen, und die Gäste mussten auf das Lokal mit Meeresblick und Terrasse verzichten. „Das war mein Baby, meine Existenz, erklärt der Lokalbetreiber, der mittlerweile sehr frustriert ist, da die Eigentümer das Bauvorhaben seiner Meinung nach nicht vorantreiben. „Da passiert einfach nichts. Es gibt keine zuverlässigen Zusagen oder Absagen. So kann man einfach nicht planen“, sagt Derer, der die Strandoase seit 13 Jahren betrieb und weiterhin an dem Standort festhalten möchte.

Einen kleinen Lichtblick gab es Anfang des Monats, da rollten die Abrissbagger an und machten die Ruine platt. Zumindest wurde schon mal Platz für einen Neubau geschaffen. Für Norbert Ehrich, Leiter der Schwedeneck-Touristik ein kleiner Lichtblick. „Ich freue mich natürlich, wenn dort etwas passiert.“ Er wisse aber nicht, ob und wann dort ein Neubau entstehen soll. „Für uns wäre es natürlich schön, wenn wir dort wieder ein so gut laufendes Lokal hätten“, betont er.

Auch der Bürgermeister der Gemeinde, Gustaf Otto Jonas, zeigt sich enttäuscht über den Stillstand. „Uns liegt kein Bauantrag vor. Es gab mal einen, der wurde aber wieder zurückgezogen, weil noch Änderungen vorgenommen werden sollten.“ Von Seiten der Gemeinde habe man schon versucht, mit den Eigentümerinnen des Grundstücks, Angela Großklaus-Hasche und ihrer Schwester Carmen Großklaus, ins Gespräch zu kommen, aber dabei komme einfach nichts Handfestes heraus, erklärt Jonas.

Auch Sandra Westphal, leitende Verwaltungsbeamtin, zeigte sich ratlos: „Wir haben uns hier ehrlich gesagt auch schon gefragt, wie es mit der Strandoase weitergehen soll, vor allem, weil bald die Strandtrauungen wieder losgehen.“

Die Strandoase war ein beliebter Standort im Kieler Umland, der viele Besucher anlockte. Andreas Derer veranstaltete Hochzeiten, Vollmondpartys und Betriebsfeste, neben dem Tagesgeschäft und der Laufkundschaft ein gut laufendes Geschäft für den Lokalinhaber. Ein Jahr muss er nun schon überbrücken. „Ich kann nicht planen, weil die Eigentümer mir keine konkrete Auskunft geben, wann endlich gebaut wird“, so der Gastwirt. Erst hieß es, dass es in diesem Jahr losgehen soll, momentan sehe es so aus, dass er erst 2018 mit seiner Strandoase weitermachen könne. Er habe schon über 20 Hochzeiten absagen müssen, und mit der Zeit werde es zunehmend schwieriger, an das Geschäft anzuknüpfen, erklärt Derer, der auf der Suche nach einem zweiten Standbein ist. Die Strandoase wolle er aber auf jeden Fall behalten. Die Grundstückseigentümerin Angela Großklaus-Hasche wollte sich zu einer möglichen Bebauung auf EZ-Nachfrage nicht äußern.

Neben Touristeninformation und dem Restaurant Blauer Seestern ist nun eine Baustelle aus Schutt und Asche, kein schöner Anblick für Strandbesucher. Anwohner und Besucher hoffen auf eine schnelle Lösung. „Das sieht jetzt wirklich sehr unglücklich aus“, sagt Stefanie Leisse aus Surendorf.

„Im Sommer war das ein Anziehungspunkt für Anwohner und Besucher“, sagt Daniela Doertenbach aus Altenholz. Sie würde sich sehr freuen, wenn die Strandoase wieder eröffnet.

Zur Erinnerung: Im Juli des vergangenen Jahres kam es zu einem großen Brand, bei dem das Lokal komplett zerstört wurde. Es waren rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz, um den Brand zu löschen. Der Schaden wurde auf 100.000 Euro geschätzt. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft wurde das Feuer durch einen Elektroschaden ausgelöst.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen