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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 07:49 Uhr

Tourismus : Nach der Saison ist vor der Saison

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Touristiker Norbert Ehrich aus Schwedeneck und Heiko Drescher aus Strande ziehen positive Bilanz.

von
erstellt am 12.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Die Strandkartenautomaten sind mit Holzbrettern abgedeckt, die Strandkörbe im Winterlager, der Campingplatz geschlossen – die Saison 2013 in Schwedeneck neigt sich dem Ende. Während Spaziergänger mit und ohne Hund die herbstliche Ostsee genießen und sich manch einer eingemummelt in eine Decke die Sonnenstrahlen genießt, arbeitet Touristik-Chef Norbert Ehrich an der Abrechnung, dem Wirtschaftsplan für 2014 und großen Veränderungen auf dem Campingplatz.

„Im Vergleich zu den letzten drei Jahren war es eine gute Saison“, sagt Ehrich. Bis Anfang Juli habe man zwar kaum Einnahmen erzielt, er wie auch die Gastronomen hätten Sorgenfalten über das schlechte Wetter zu Ostern und Pfingsten im Gesicht gehabt. „Im Juli und August aber haben wir alles aufgeholt, da sind wir an unsere Grenzen gestoßen, um alles zu bewerkstelligen. Der Campingplatz war auf einen Schlag knackevoll“, blickt Ehrich zurück. Sein Team habe super mitgezogen, freie Tage wurden auf später verschoben. Auch die Resonanz auf die Strandtrauungen sei nach wie vor ungebrochen – allein in Surendorf gaben sich 23 Paare das Ja-Wort, die Trauungen in Dänisch Nienhof kommen noch dazu.

Zeit zum Durchatmen bleibt dem Touristik-Chef mit Ausklingen der Saison jedoch nicht. Denn der Baubeginn der Bungalows, die ab der nächsten Saison das Angebot auf dem Campingplatz erweitern, steht bevor. 15 Häuser von 40 Quadratmetern Größe mit Terrasse und Blick über die Ostsee, zwei davon auf die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap ausgerichtet, werden zu buchen sein. „Da kommt in den Wintermonaten viel Arbeit auf uns zu“, kündigt Ehrich an und nennt als Beispiele die Beschaffung der Ausstattung und das Einpflegen der Häuser im Buchungsportal.

Auch sein Strander Kollege Heiko Drescher denkt an den Beginn der Saison nur ungern zurück. „Wir konnten die Strandkörbe zu Ostern gar nicht rausbringen, weil der Boden noch gefroren war“. Zudem habe es mit dem Umbau des ehemaligen Panorama 26 und des Yachthafenhotels zwei große Baustellen im Ort gehabt. Dann sei auch noch der Strandranger ausgefallen. Die Bauarbeiten schritten voran, das Kaisers und das Acqua Strande öffneten ihre Türen für Gäste, Peter Glowatzki übernahm den Job des Strandrangers – und das Wetter wurde besser. „Mit der Kieler Woche ging es richtig los, ab Juli hatten wir gefühlt acht Wochen nur Sonnenschein“, sagt Drescher. Die Betten seien zu 95 Prozent belegt gewesen, der Strand gut besucht, ebenso die Gastronomie. Obwohl er die Zahlen für die Saison noch nicht vorliegen hat, stimmt die Auskunft des Statistischen Landesamts positiv. Drescher: „Wir hatten von Januar bis Juli 5,3 Prozent mehr Ankünfte als 2012 und 2,9 Prozent mehr Übernachtungen.“ Auch verkaufte er mehr Saisonstrandkarten als im Vorjahr, und die Nachfrage nach den 300 Strandkörben, die an Privatpersonen vermietet werden, war wie eh und je groß. „Auf der Warteliste stehen 33 Personen aus Strande und 58 von außerhalb“, verrät Drescher.

Dass Urlauber dem Ostseebad mehr Aufmerksamkeit schenken, schreibt Drescher der Kooperation in der Lokalen Tourismusorganisation Eckernförder Bucht zu. „Strande wurde früher nicht so beachtet wie jetzt. Es wurde auf der Hamburg-Messe im März beworben, des Ostsee-Holstein-Tourismus hat hier ein Foto-Shooting gemacht und wird die Bilder für künftige Aktionen verwenden“, zählt Drescher auf und stellt fest: „Das Mauerblümchendasein ist vorbei.“ Mit dazu beigetragen hätten auch das Online-Buchungssystem wie auch die Homepage. Zählte sie 2012 noch 48 500 Klicks, so waren es dieses Jahr bis August schon 50 240. Für Tagesgäste sei Strande durch die vielen Aktivitäten interessant geworden, die die Gastronomen organisiert hatten, sagt Drescher weiter und lobt, wie auf diese Weise zur Belebung Strandes beigetragen wurde.

„Trotz anfänglicher Schwierigkeiten war es eine gute Saison“, zieht Drescher Bilanz und geht davon aus, dass mancher in den Herbstferien noch kurzentschlossen einen Aufenthalt im Ostseebad buchen wird.

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