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Sanierungsbedarf : Nach dem Pastorat jetzt die Kreuzkirche

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Förderverein der Kirchengemeinde startet neues Sanierungsprojekt

von
erstellt am 29.Apr.2015 | 07:06 Uhr

Fleckeby | Mit einem großen Fest wurde im Juli vergangenen Jahres die Renovierung des Koseler Pastorats gefeiert. Rund 190  000 Euro hat das Gesamtprojekt gekostet, mit 25  000 Euro unterstützte der zwei Jahre zuvor gegründete Förderverein der Kirchengemeinde das Bauvorhaben. Doch mit Projektende hat der Verein seine Existenzberechtigung noch keineswegs verloren. Mit der Sanierung des maroden Dachs der Fleckebyer Kreuzkirche erwartet ihn die nächste Herausforderung. „Das über 50 Jahre alte Dach ist undicht“, berichtete der Vereinsvorsitzende Moritz Graf zu Knyphausen auf der Auf der Mitgliederversammlung am Montagabend in Fleckeby. Die Orgel habe bereits durch die Feuchtigkeit sehr gelitten und wurde erst für rund 12  000 Euro repariert. Mit einer Folie wurde die Leckage im Dach abgedichtet, doch am erst am Wochenende trat erneut Wasser in das Innere der Kirche ein. Ausgetauscht werden muss auch die Ölheizung, Über 20 Jahre ist das Modell alt und gilt daher als Energieschleuder.

„Derzeit wird von einem Architekturbüro ein Sanierungsgutachten erstellt“ sagte Kassenwartin Sabine Rucks. Dieses sei erforderlich, um Förderanträge stellen zu können. Der Verein rechnet mit Gesamtkosten von rund 235  000 Euro. Der Kirchenkreis wird aus seinem Bauhilfsfonds 124  000 Euro investieren, weitere 20  000 Euro werden von der Stiftung Denkmalschutz, die gleiche Summe von der Stiftung kirchliche Bauten erwartet. Auf dem Konto des Fördervereins befinden sich 18  800 Euro, die restlichen gut 52  000 Euro würde die Kirchengemeinde aus ihren Haushalt stemmen können.

Angesichts seiner Mitgliederstruktur befürchtet der Vereine aber fehlende Unterstützung aus Fleckeby. Von den aktuell 67 Mitgliedern, wohnen hier gerade einmal sieben. 49 kommen aus Kosel, vier aus Güby und ein Mitglied aus Hummelfeld. „Wir wünschen uns mehr Ausgewogenheit“, sagte Moritz Graf zu Knyphausen. Selbst die Fleckebyer Gemeindevertretung konnte sich bislang nicht zu einem Beitritt entscheiden, auch Hummelfeld ist noch außen vor. Bei dem anstehenden Projekt müssten die Fleckebyer einfach mitziehen, so die Forderung des Vorstandes. Bei der Werbung um Unterstützung müsse deutlich gemacht werden, sagte Pastorin Susanna Kschamer, dass die Eltern und Großeltern die Kirche vor 50 Jahren erbaut haben. Es sei deren Verpflichtung diese Arbeit weiterzuführen, sagte auch Annegret Meeves. Die Fleckebyerin machte es vor und übernimmt Verantwortung. Auf der Versammlung ließ sie sich als Beisitzerin in den erweiterten Vorstand wählen. Christine Zimmermann-Stocks aus Kosel hatte auf eine Kandidatur verzichtet, um jemanden aus der Nachbargemeinde Platz zu machen. Auch Manfred Radtke aus Güby ist neu als Beisitzer, er löst Hans-Georg Dreesen ab. Knyphausen sowie sein Stellvertreter Ernst Settler, Kassenwartin Sabine Rucks und Schriftführer Bernd Jacobs wurden einstimmig wiedergewählt.

Mit verschiedenen Aktionen will der Verein in den nächsten Wochen und Monaten Mitglieder werben. Derzeit wird ein neuer Flyer erstellt, außerdem ist ein Konzert geplant. Vor allem aber sollen Bürger direkt angesprochen werden, um auf die prekäre Situation der Kirche hinzuweisen. Der weit verbreiteten Meinung, die Kirche würde im Geld schwimmen, solle entgegengetreten werden. Das Vermögen basiere hauptsächlich allem auf Ländereien, erläuterte Pastorin Kschamer. Ein Verkauf dieser Fläche sei nicht realistisch und nur für den absoluten Notfall vorgesehen und nicht, um laufende Kosten zu begleichen.


> Spendenkonto: Förderverein für die Kirchengemeinde Kosel, Förde Sparkasse, IBAN DE86  210501701400155006



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