THW-Neuzugang : Nach dem Abi in die Bundesliga

Schon ziemlich cool: der 18-jährige Handballer Alexander Williams aus Tüttendorf hat einen Profi-Vertrag beim THW-Kiel unterschrieben.
Schon ziemlich cool: der 18-jährige Handballer Alexander Williams aus Tüttendorf hat einen Profi-Vertrag beim THW-Kiel unterschrieben.

Wenn der THW Kiel am Mittwoch gegen den amtierenden Champions-League-Sieger FC Barcelona antritt, ist er vielleicht dabei: Alexander Williams aus Tüttendorf.

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24. Juni 2015, 06:39 Uhr

Er ist 18, hat gerade Abitur an der Isarnwohld-Schule in Gettorf gemacht und wohnt in Tüttendorf: Alexander Williams, Rückraumspieler aus dem THW-Nachwuchsbereich, wird in der am 23. August beginnenden Saison im Bundesligakader auflaufen. „Das ist schon krass, sehr geil eigentlich“, sagt er und grinst. Er trägt ein weißes T-Shirt zur hellen Hose, die dunklen Haare zusammen gebunden. Der 1,87 Meter große Rechtshänder hat einen Zwei-Jahres-Vertrag beim THW Kiel unterschrieben und wird zudem mit einem Zweitspielrecht für den Drittligisten TSV Altenholz ausgestattet.

Alexander Williams spielt seit der C-Jugend für den THW Kiel, durchlief dort alle Leistungsmannschaften im Nachwuchsbereich und entwickelte sich zum Jugend-Nationalspieler. Im Februar gab er beim Champions-League-Spiel gegen Metalurg Skopje sein Debüt in der Ostseehalle und erzielte zwei Tore. Ein Wahnsinns-Erlebnis. „Ich habe ja schon mit der A-Jugend Europameisterschaften gespielt“, erzählt er. „Aber Champions League ist das Beste, was es gibt.“ Im Februar hatten die Verantwortlichen ihn gefragt. Erst wollte er nach Dänemark, nach Sonderburg, hätte dort Handball mit einem Betriebswirtschafts-Studium verbinden können. Man gab ihm Bedenkzeit.

Geboren ist Alexander Williams in Hamburg. Die Familie zog nach Altenholz, als sein Vater eine Stelle bei Dataport bekam. Dann fanden seine Eltern ein schönes Haus in Tüttendorf. Seinen Eltern ist Alexander Williams sehr dankbar. „Beide stehen komplett hinter mir“, sagt er. Sie haben ihm zugeraten, ihm bei der Entscheidung geholfen, was ihm sehr wichtig war. Ende April sagte er beim THW zu. „Ich mache mir jetzt nicht den Druck“, betont er. „Ich freue mich, wenn ich meine Einsatzzeiten bekomme. Für mich ist das Training wichtig, um mich weiter zu entwickeln und an den Level der anderen Spieler heranzukommen.“ Schließlich trainiere er nun unter dem besten Trainer mit den besten Handballern der Welt. „Das ist schon ganz schön geil.“

Auch wenn er schon mittrainieren durfte und auch den jungen Rune Dahmke ein bisschen kennt, der Respekt ist da. Tägliches Training kennt er aus der A-Jugend. „Das wird härter“, weiß er. „Es ist jetzt ein Beruf. Aber einer, der richtig Spaß macht.“ Ein Jahr will sich der Abiturient erst mal nur auf Handball konzentrieren. Und wenn alles gut läuft, im Jahr darauf nach einem Studium Richtung Betriebswirtschaftslehre gucken. Und was macht er in der Freizeit? „Ich schlafe viel“, bekennt Alexander Williams und lacht. Außerdem unternimmt er gern etwas mit Freunden, hört Musik. „Ein großer Traum von mir ist, mit dem THW Kiel Champions-League-Sieger zu werden“, verrät er. „Aber natürlich auch, mich in der ersten Liga zu etablieren und irgendwann auf einer Stammposition zu spielen.“ Er ist gespannt auf die Saison.

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