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Vögel im Winter : Nabu: Tipps zur Vogelfütterung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Eckernförder Nabu gibt ein paar Tipps zur Fütterung von Vögeln im Winter. See- und Wasservögel finden im offenen Meer genügend Nahrung.

Eckernförde | Der Nabu Eckernförde gibt Hinweise zur Fütterung von Vögeln im Winter:

>Wann: In strengen Wintern mit hohem Schnee. Wenn mit der Fütterung begonnen wurde, sollte sie bis zum Winterende fortgeführt werden.

>Wo: Grundsätzlich an Stellen, wo die Vögel vor Beutegreifern (z.B. Katzen, Sperber, Fuchs) relativ sicher sind. Die Futterplätze sollten regelmäßig gereinigt werden, weil sich der Kot mit dem Futter mischt. Vorzugsweise sollten Futtersilos verwendet werden. Bei der Fütterung von See- und Wasservögeln niemals das Futter auf die Eisflächen werfen, sondern nur in offenes Wasser. Fisch- und muschelfressende Seevögel (auch der Kormoran) finden in der eisfreien Bucht reichlich Futter.

>Was kann gefüttert werden?

Auf keinen Fall verdorbene Lebensmittel oder Brot, das Sauerteig enthält (Graubrot). Nur qualitativ hochwertiges Vogelfutter verwenden. Im Fachhandel sind fertige Futtermischungen erhältlich. Die Futtermischungen sollten „frei von Ambrosia-Samen“ sein. Beifuß-Ambrosia breitet sich auch über Vogelfutter in Deutschland aus und wirkt im Sommerhalbjahr stark allergieauslösend (und ist ein Störfaktor in der heimischen Flora).

>Welche Vogelarten benötigen welches Futter:
Für Körnerfresser wie Kohl- und Blaumeisen, Buchfink oder Dompfaff gibt es fertige Futtermischungen. Weichfutter oder am Boden fressende Vögel sind unter anderem Rotkehlchen, Amsel, Singdrossel Zaunkönig und Spatz. Ihr bevorzugtes Futter besteht aus mit Speiseöl vermischten Haferflocken, Rosinen, halbierten Äpfeln und zerhackten Nüssen.

Einige der Körnerfresser benötigen zur Aufzucht ihrer Jungen ausschließlich Insekten, deshalb ist ihre Fütterung im Frühjahr dringend einzustellen. Jungvögel könnten an Körnern ersticken.

Alle See- und Wasservögel finden in der offenen See und den eisfreien Stellen an der Schlei, in den Häfen und der Eckernförder Bucht genügend Nahrung. Wenn diese Tiere am Strand, auf der Eiskante am offenen Fahrwasser oder auf den Feldern ruhend sitzen, sollten sie nicht gestört werden, weder durch Spaziergänger oder deren freilaufende Hunde. Jedes unnötige Auffliegen kostet Kraftreserven, die die Vögel dringend zum Überleben benötigen.

Harte Winter erfüllen aber auch eine wichtige biologische Funktion: Kranke und schwache Tiere, egal welcher Art, fallen einer natürlichen Auslese zum Opfer. Gesunde Tierbestände setzen sich durch und sorgen somit für den weiteren, gesunden Fortbestand ihrer Art. Aus falsch verstandener Tierliebe verenden jährlich im Winter viele Vögel durch nicht sachgerechte Fütterung. Not leiden vor allen Dingen die Feld- und Waldvögel, die ohnehin nicht an die Futterstellen kommen.


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erstellt am 29.Jan.2014 | 06:45 Uhr

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