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Neubau : Nabu rüstet sich für die neue Schutzhütte

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Streifenfundamente für den Nabu-Neubau einer Schutzhütte am Schwansener See sind vorbereitet. Der Bau muss bis Mitte März vor der Brutzeit abgeschlossen sein. Im Dezember war die alte Holzschutzzhütte abgerissen worden.

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erstellt am 06.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Dörphof | Nur noch ein paar Holzbretter erinnern an die Nabu-Hütte am Schwansener See. Ende November war sie abgerissen worden (wir berichteten). Inzwischen wurden an gleicher Stelle Streifen- und Punktfundamente aus Beton hergestellt, auf die eine Holzbalkenkonstruktion als Träger des neuen Nabu-Gebäudes aufgebaut wird, berichtet Architekt Alexander Paris vom Architekturbüro Wohlenberg.

Das Eckernförder Büro betreut den Bau, der bis zum 15. März fertig gestellt sein muss. Zumindest müssen die Arbeiten dann eingestellt werden, um brütende Vögel in dem sensiblen Bereich zwischen Schwansener See und Ostsee zu schonen, erklärt Karl-Christoph Jensen, Vorsitzender des Nabu-Ortsvereins Nordschwansen-Kappeln. Er gab sich zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten wird. Davon geht Architekt Paris auch aus. Derzeit stehe man in Gesprächen mit den Firmen, um Details der Ausführung abzusprechen. So stehe noch nicht genau fest, ob das Gebäude in der Halle vorgefertigt, in Bauteilen angeliefert oder komplett vor Ort errichtet wird. „Das hängt ganz entscheidend vom Wetter ab“, so der Architekt. Bauherr des Vorhabens ist der Nabu-Landesverband, der den Betrieb des Gebäudes später in die Obhut des Ortsvereins legen wird, so Jensen.

Der Ortsverbandsvorsitzende ist mit dem Baufortschritt sehr zufrieden, immerhin habe man viele Jahre auf den Baubeginn gewartet. Und während Architekten und Handwerker den Baufortgang besprechen, beginnt im Nabu-Ortsverband die Vorbereitung der inhaltlichen Ausstattung des Gebäudes. Im wesentlichen wird sich der Vorstand um Karl-Christoph Jensen, Karin Ackermann, zweite Vorsitzende, und Dr. Angela Gries als Schutzgebietsreferentin sowie einige Aktive darum kümmern.

Jensen stellt sich vor, dass sie übersichtliche Infotafeln erstellen, die Besuchern einen Überblick geben über die besondere Tier- und Pflanzenwelt im Naturschutzgebiet Schwansener See. Zugleich wollen sie die Entstehung des Sees als ehemalige Meeresbucht durch Küstenverlagerungen erklären. Gut vorstellen kann sich Jensen, dass ein Biologie- oder Geographie-Student als Praktikant in die Realisierungsphase eingebunden wird. Noch Zukunftsmusik sind EDV-gestützte Medien, die Besuchern interaktiv die Natur näher bringen könnten. Hier sprechen noch die Kosten gegen eine Realisierung, sagt Jensen. Neben den Kleincomputern müsste nämlich auch eine alternative Stromversorgung installiert werden, Anschlüsse gibt es dort bislang nicht. „In der Planung bereits berücksichtigt ist die optionale Installation einer Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung“, so Jensen, der nach Möglichkeiten einer Finanzierung sucht. Erklärtes Ziel des Ortsverbands ist die Inbetriebnahme des Angebotes zu Ostern. Die Dachterrasse werde immer offen sein und Besuchern aus erhöhter Perspektive eine gute Aussicht auf die Brutgebiete in Wiesen, Dünen und Seeufern ermöglichen. Zumindest in der Saison soll das Nabu-Haus regelmäßig geöffnet sein, so Jensen.

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Wer die Ausstattung des Gebäudes unterstützen möchte, kann auf das Nabu-Konto IBAN: DE08 2105 0170 1001 9348 41, SWIFT-BIC: NOLADE21KIE bei der Förde Sparkasse, Kennwort: neue nabu-Hütte überweisen.



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