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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 06:40 Uhr

Neubau : Nabu-Bau in den Startlöchern

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nabu-Landesverband und Nabu-Ortsverband Nordschwansen stellen die Pläne für den Neubau einer Schutzhütte am Schwansener See vor. Bis März soll ein Neubau samt Aussichtsplattform erstellt werden.

von
erstellt am 04.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Mit dem Abriss der alten Nabu-Schutzhütte am Schwansener See in der Vorwoche (wir berichteten) hat quasi auch schon der Neubau der neuen Schutzhütte samt zusätzlicher Aussichtsplattform in dem Naturschutzgebiet begonnen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Planung“, sagte Karl Christoph Jensen, Vorsitzender des Nabu-Ortsverbands Nordschwansen, angesichts der Vorstellung der Neubaupläne im Architekturbüro Matthias Wohlenberg. Bis Anfang März soll der Neubau an der selben Stelle wie der alte Bau entstehen. Bauherr ist der Nabu-Landesverband.

Es wird ein so genanntes Einraumkonzept umgesetzt, bei dem der Raum einschließlich einer kleinen Büroecke rund 20 Quadratmeter misst. Auf Grund des Bauens im Naturschutzgebietes galten strenge Vorgaben, die sich am alten Gebäude orientieren, erklärte Wohlenberg. Daher wurde das Gebäude, das in Holzständerbauweise in einer Werkhalle vorgearbeitet wird, in der Grundfläche nicht größer geplant, und es verfügt ebenfalls nicht über Ver- und Entsorgung von Strom und Wasser. „Das ist schon etwas ganz besonderes so nah an der Ostsee zu bauen“, sagte Wohlenberg, der das Projekt aber zugleich als sehr schön empfand. Für die Statik des Gebäudes sorgte Jens Petersen von Ing.-Büro MSG&P.

Architekt Alexander Paries entwarf das Gebäude, dass sich dicht an den Boden schmiegt und durch sein begrüntes Dach in die Natur einpasst. Neu ist allerdings eine Aussichtsplattform auf Metallstelzen, die über der Hütte steht. Über Treppen ist die etwa acht Quadratmeter große überdachte Ebene erreichbar und ermöglicht bequem das Beobachten der Vögel am Schwansener See. Zusätzlich wird um die Hütte in Richtung See eine Terrasse entstehen, die, wie das Gebäude selber, auf Ständern auf Höhe des dortigen Wanderwegs stehen wird.

Über die Innengestaltung der Schutzhütte wird sich der Ortsverband kümmern, sagte Hermann Schulz, Vorsitzender des Nabu-Landesverbands. Er sei froh, dass das Vorhaben jetzt soweit gediehen sei, dass man das Ziel, bis spätestens Mitte März einen Neubau zu errichten, erreiche. Ausdrücklich lobten er und Wohlenberg die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kreisbehörden über die Baugenehmigung, was vermutlich auch daran liege, dass man bereits sehr früh den Dialog suchte.

Bereits seit etwa 2007 gab es Ideen zur Modernisierung oder zum Neubau der Schutzhütte, die 1987 bereits als 25 Jahre altes Ferienhaus errichtet wurde. Nach einer Bereisung des Landes-Nabu in allen Naturschutzgebieten, sei klar gewesen, dass auch die Hütte am Schwansener See ersetzt werden muss, so Schulz.

Zu den kalkulierten Kosten des Neubaus wollte man mit Rücksicht auf die derzeit laufenden Ausschreibung der Gewerke keine Angaben machen. An der Finanzierung beteiligen sich die Gemeinden Brodersby, Dörphof und Damp, die je 5000 Euro bereitstellen. Außerdem gibt es Zuschüsse vom Kreis, vom Land, vom Nabu-Landesverband, von der Gemeinschaft der Stiftungen der Fördesparkasse sowie von der Bingo-Umweltlotterie. „Wir danken allen für ihren Beitrag“, sagte Schulz.

Mit der neuen Hütte will der Ortsverband sein Informationsangebot in dem Naturschutzgebiet ausbauen, sagte Jensen. Die Dachterrasse werde immer offen sein, und auch ein neu zu gestaltender Schaukasten an der Hütte werde Passanten über Tiere und Landschaft informieren. Zudem plant der Ortsverband regelmäßige Öffnungszeiten den Sommer über der Hütte, in der dann entweder Schutzgebietsreferentin Angela Gries oder die Ehrenamtler des Vereins Besucher informieren. An einen Fernglasverleih werde auch gedacht, so Jensen.

Wie genau die Hütte eingerichtet werde, das würden die ersten Monate zeigen, ergänzte Schulz. Ganz klar gehe es darum, den vielen hundert Spaziergängern am Tag Einblick in die Natur zu ermöglichen und sie sanft zu lenken, so Schulz weiter.

Noch vor Weihnachten sollen die Fundamente und Pfahlgründungen erfolgen. Der Aufbau selber sei auf Grund der vorgefertigten Module schnell realisiert, so Wohlenberg.

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