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Tod am Tatort : Mutmaßlicher Einbrecher lag tot vor dem Werkstatttor

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein 52-jähriger Eckernförder ist tot auf dem Hof eines Kfz-Betriebs am Bahnhof aufgefunden worden. Nachdem er in die Nacht zuvor bereits einem Mini Cooper gestohlöen hatte, wollte er in der folgenden Nacht ins Büro einbrechen. Er brach am atort zusammen und starb.

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erstellt am 21.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Ein 52-jähriger, der Polizei bekannter Einbrecher ist Donnerstagmorgen gegen 7.30 Uhr von einem Passanten auf dem Weg zum Bahnhof leblos auf dem Hof des direkt neben dem Bahnhof gelegenen Kfz-Meisterbetriebes Siegfried Reddig aufgefunden worden. Der Mann lag tot vor dem Werkstatttor, nachdem er zuvor nach den Erkenntnissen der Polizei versucht haben soll, in das Büro der Werkstatt einzubrechen. Der kleine Blutfleck auf dem Hofplatz rührt von einer leichten Wunde her, die er sich beim Sturz auf das Pflaster zugezogen hatte, ansonsten waren nach Polizeiangaben keine äußeren Verletzungen oder Fremdeinwirkung erkennbar. Die Kriminalpolizei geht von einem natürlichen Tod aus. Der verstorbene Einbrecher befindet sich in der Gerichtsmedizin, die Staatsanwaltschaft hat zur Feststellung der Todesursache eine Obduktion angeordnet.

Der 52-Jährige ist der Polizei als Einbrecher einschlägig bekannt. Der Mann, der nach uns vorliegenden Informationen deutlich älter ausgesehen hat und körperlich in keiner guten Verfassung gewesen sein soll, hatte einen Autoschlüssel in seiner Hosentasche. Dieser gehört zu einem schwarzen Mini Cooper mit dem Kennzeichen RD-CL691, der in der Nacht zuvor vom Werkstattgelände gestohlen worden war. Das Fahrzeug, das zunächst zur Fahndung ausgeschrieben wurde, konnte gestern in Flensburg wieder aufgefunden werden, teilte die Kripo unserer Zeitung mit. Ob der Täter ihn dort nur abgestellt oder dort einen Abnehmer für das gestohlene Fahrzeug gefunden hatte, wird derzeit ermittelt. Der schwarze Mini soll in einem Wohngebiet in eine Hecke gefahren worden und verschlossen gewesen sein.

Der Autodieb hat sich dann in der Nacht zu Donnerstag erneut zur Kfz-Werkstatt an der Reeperbahn begeben, um dort ins Büro einzubrechen. Die gläserne Eingangstür wurde mit einem Pflasterstein eingeworfen. „Der Stein lag morgens hier hinten im Büro“, sagte Inhaber Siegfried Reddig. Womöglich hat sich der als Täter dringend in Frage kommende 52-Jährige nach dem Einwerfen der Scheibe seitlich abgesetzt, um nach dem lauten Geräusch Reaktionen abzuwarten. Dort muss er dann zusammengebrochen und verstorben sein. Wann genau der Einbruch erfolgte, ist derzeit noch nicht bekannt. Reddig hat den verstorbenen Autodieb und vermeintlichen Einbrecher vorher noch nie auf seinem Betriebsgelände gesehen. Er betreibt seinen Kfz-Meisterbetrieb und Gebrauchtwagenhandel seit 25 Jahren direkt neben dem Bahnhof.

Der Passant, der den toten 52-Jährigen Donnerstagmorgen entdeckte, ging zunächst davon aus, dass er dort seinen Rausch ausschlafen würde. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Passant nicht der einzige gewesen sein, der den Toten als vermeintlich Schlafenden eingeordnet hat; er war aber der erste, der hingegangen ist und sich um ihn gekümmert hat.


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