zur Navigation springen

Musikfestival: Die Stadthalle swingt im Big-Band-Sound

vom

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Eckernförde | Es war der unverwechselbare Klang der legendären Big Bands, der rund 375 Zuhörer zum Eckernförder Musikfestival des Bürgervereins, der Polizei und der Bundeswehr in die Stadthalle lockte. Der Auftritt der Big Band der Polizei des Landes Schleswig-Holstein hatte große Erwartungen unter den Zuschauern geweckt. Im Wechsel mit dem Marinemusikkorps Ostsee sorgen die Auftritte der Orchester seit 1974 für beste Unterhaltung, deren Veranstaltungserlös dem Sozialfonds des Bürgermeisters zufließt, der damit schnell und unbürokratisch in Not geratene Eckernförder unterstützt.

"Ich gratuliere all denen, die sich heute Abend nicht für Fußball, sondern für uns entschieden", hob Bandmitglied Andreas Hussong, der an diesem Abend die Moderation führte, einleitend bei seiner Begrüßung hervor.

Mit Klaus Doldingers "Tatort"-Melodie als Intro sorgte die 20-köpfige Truppe unter der Leitung von Jiri Halada, mit einem gekonnten Mix aus klassischem Swing, Big-Band-Sound der 50er- und 60er-Jahre und Popjazz dafür, dass wohl jeder Fuß im Saal für zwei Stunden mitwippte. Swingklassiker wie "Chatanooga Choo Choo", das mit der Aufnahme Glenn Millers von 1941 rund 23 Wochen unter den "Top Ten" war, folgte Vittorio Monti bekanntestes Stück "Csárdás", virtuos auf der Klarinette gespielt. Ein Cole-Porter-Medley, Stevie Wonders "Sir Duke", "Route 66" und nicht zu vergessen das berühmte "Sing Sing Sing" von Benny Goodmann, in dessen Verlauf Schlagzeuger Roland Fell bei seinem Solo mehrfach Beifall auslöste, sind nur einige der 22 gespielten Titel an diesem Abend.

Zu den Höhepunkten des Abends gehörten auch die Auftritte von Gaststar Selina Kiosz, die mit ihrer Stimme alle Nuancen von Soul und Jazz beherrschte. Es waren die Klassiker, unzählige Male von verschiedenen Interpreten gehört, die das Publikum dabei mitrissen. Auch "Fever", bekannt geworden durch Peggy Lee und gecovert von mehr als 100 Interpreten, machte da keine Ausnahme. Leise beginnend, das allseits bekannte Fingerschnippen als Einleitung, gelang es der Sängerin, ihr Publikum zu begeistern. Mit Gloria Gaynors "Never Can Say Goodbye" bewies die Sängerin, die hauptberuflich als Hebamme tätig ist, dass ihr der Soul im Blut liegt. Vielen aus dem neuesten James Bond Film bekannt, zeigte Adeles "Skyfall" die gefühlvolle Seite von Selina Kiosz, die auch mit ausdrucksvoller Gestik die Zuschauer ansprach.

Seit 1922 gibt es das Orchester, das damals als Musikvereinigung auf freiwilliger Basis gegründet wurde und heute unter der Leitung von Saxophonist Jiri Halada steht. Auf das bevorstehende Aus im August 2015 des erfolgreichen Orchesters anspielend, kam Michaels Jacksons berühmter Song "Bad" nicht von ungefähr. Harte Rockklänge mit Deep Purples "Smoke on the Water" und "Easy Rider" von Steppenwolf bewiesen einmal mehr die Vielfalt der Band. Langer Applaus entlockte Glenn Millers "In the Mood" als Zugabe, bevor sich die Band mit "Gruß an Kiel" endgültig verabschiedete.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen