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Waldorfschüler im Probenstress : Musikalischer Weltraumspaziergang

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die letzte große Probe des Oberstufenorchesters der Freien Waldorfschule vor seinen öffentlichen Auftritten am 27. und 28. März

Zwischen 200 und 300 Stühlen füllt das Oberstufenorchester der Freien Waldorfschule bei jedem öffentlichem Auftritt. Gestern um kurz vor 14 Uhr blieben die 73 Schüler und ihr Musiklehrer Gunnar Heise aber ein letztes Mal unter sich – zur letzten großen Probe bevor es ins Nachbarland Dänemark nach Knivsberg Apenrade geht. Mit ihrem diesjährigen Programm wollen die Schüler dort und am letzten Märzwochenende auch in ihrer Heimatstadt auftreten. Dazu gehören die Stücke „Finnlandia“ von Jean Sibelius, Edward Griegs “Peer Gynt Suite I und II“, John Moss’ (Arr.) „Voyager“ aus „Startrek through the Years“, sowie die „Orchesterouvertüre in h-Moll“ von Johann Sebastian Bach und das „Konzert für Violine und Orchester a-Moll“. Die jungen Musiker und Musikerinnen, aus denen das Oberstufenorchester seit 1992 besteht, kommen aus allen Klassenstufen, angefangen bei der achten bis hoch in die Abschlussklassen. „Die Schüler lernen schnell“, sagte Gunnar Heise, der von Anfang an als Musiklehrer und Dirigenten dabei war. „Und sie sind alle freiwillig dabei.“

Das spürte man. Die Stimmung in dem großen hellen Raum hoch oben unter dem Dach des alten Schulgebäudes war gut. An der Freien Waldorfschule lernen alle Schüler ab der zweiten Klasse ein Instrument zu spielen. Musik ist daher ein Hauptfach. Und beim Zusammenspielen geht es auch um Einfühlungsvermögen und Rücksicht.

Zu den Jüngsten im Orchester gehört die Achtklässlerin Anna-Lena Haupt (14) aus Tolk. Ihr neues Instrument ist das Fagott, auf dem sie am liebsten den Titel „A little slower“ aus „Startrek through the Years“ einübt. „Weil es schnell gespielt wird“, erklärte sie. Dennoch ist die Musik für sie nur ein Hobby und kein Berufswunsch. Genauso sieht das auch der 15 Jahre alte Nico Carstens, der ebenfalls die achte Klasse besucht und auch erst neu dabei ist. Er spielt als einziger im Stehen – und zwar die Pauke. Für Musiklehrer Gunnar Heise gibt es als Profimusiker keine Lieblingsstücke. „Alle Stücke haben besondere Herausforderungen“, erklärte er.

Und das konnte man bei der letzten Probe des Orchesters hören: Das gespielte Stück „Finnlandia“ von Jean Sibelius begann mit „Granitbrocken“ und ging dann in “die Nebel im Wald“, wie Gunnar Heise seine Schüler enthusiastisch anleitete, über. Wer sich also gerne einmal mit auf eine akustische Reise durch Klangwälder und Weltraum nehmen lassen möchte, der kann dies am Freitag, 27. März und Sonnabend, 28. März um 20 Uhr im Saal der Freien Waldorfschule, Schleswiger Straße 112 tun. Der Eintritt ist für alle Besucher kostenlos. 

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erstellt am 19.Mär.2015 | 06:20 Uhr

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