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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 13:13 Uhr

Musikalischer Advent

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinsames Konzert von Eckernförder Chorgemeinschaft und Posaunenchor St. Nicolai

von
erstellt am 10.Dez.2013 | 06:51 Uhr

Und wieder einmal war die St.-Nicolai-Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Menschen haben es sich am Sonntag nicht nehmen lassen, den zweiten Advent zusammen mit der Eckernförder Chorgemeinschaft und dem Posaunenchor St. Nicolai zu genießen, innezuhalten und sich auf die Bedeutung dieser Tage zu besinnen.

Angela Lins führte ihre stimmstarken Damen und Herren gewohnt agil durch das wunderschöne Programm, der Posaunenchor St. Nicolai trug die Stimmen, gab dem Klang Tiefe, spielte mal im Wechsel mit dem Chor. Wie vom Himmel sinkender Schnee, so legten sich die Stücke auf und um die Seele. Klavierbegleitung verstärkte bei dem einen oder anderen Stück die feierliche Stimmung. Dieses Konzert hatte Stil und ließ innere Ruhe einkehren. „Machet die Tore weit“, „Advent ist ein Leuchten“, „Es ist ein Ros’ entsprungen“ oder „In dulci jubilo“ – von vielen Stücken waren Melodie und Text bekannt, von anderen wieder nicht. Auch Besucherin Nina Freudenreich konnte nur feststellen: „Es ist toll heute. Aber auch erschreckend, wie wenig Weihnachtslieder man noch wirklich kennt.“

Wie beschwingend es sein kann, im Chor zu singen, solch Stücke mit Tiefgang zu beherrschen, das sah man auch dem einen oder anderen Chormitglied an: Im Kanon „Mein Licht geht auf“, da strahlte manch ein Gesicht, bewegte sich manch eine Sängerin im Rhythmus, mitgerissen von Intensität des Stücks und der Freude am gemeinsamen Singen. Mit Verve leitet Angela Lins ihre Sänger und Sängerinnen an, mit Verve kommt es auch zurück.

Weihnachten, das sollte für Frieden stehen, Liebe, innere Ruhe, Einkehr. Nicht so viel hat es mit Bergen von Prospekten zu tun; mit Dutzenden von E-Mails, alle mit dem Tenor: „Kauf mich, jetzt!“

Spontaner Beifall zwischen zwei Bläsersätzen kam etwas zu früh, die Musiker konnten sich ein Lächeln nicht verkneifen. Sie brachten es zu Ende, ihr „O Freude über Freude“, die Volksweise von 1840. Wenn es der Chor noch nicht geschafft haben sollte, für Weihnachtsstimmung zu sorgen, dann haben das die Bläser jetzt erreicht. Und bekommen verdienten Applaus nach einem verschmitzten: „Jetzt aber!“

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