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Chorjubiläum : Musikalische Vielfalt bei Chorjubiläum

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

145 Jahre Gemischter Chor Osdorf mit Jubiläumskonzert in der Vater-Unser-Kirche und anschließendem Empfang in Dibberns Gasthof mit 60 Gästen.

Vor 145 Jahren wurde die Liedertafel Osdorf und Stubbendorf gegründet. Seit mittlerweile 23 Jahren heißt diese nun „Gemischter Chor.“ Am Sonnabend feierte der Chor unter der Leitung von Stefan Schnaut in der Osdorfer Vater-unser-Kirche mit einem Jubiläumskonzert und einem anschließenden Empfang seinen 145. Geburtstag. Gemeinsam mit dem Osdorfer Gospelchor „Gospiration“, dem Blockflötenorchester „Kieler Holzwürmer“ und der Solistin Rosemarie Arndt, begeisterte er die zahlreichen Besucher mit einer großen musikalischen Vielfalt. Volkslieder brachte der gastgebende gemischte Chor zu Gehör, aber nicht nur bekannte deutsche Volkslieder wie „Ade du mein lieb‘ Heimatland“ und „Im schönsten Wiesengrunde“. Auch „Katjuscha“ und „My Bonnie is over the ocean“ standen auf dem Programm. Geistliche Lieder sang der Osdorfer Gospelchor „Gospiration“ unter der Leitung von Christiane Etzold. Denn „Gospel heißt übersetzt Evangelium“, so Pastor Thomas Heik aus Osdorf in seiner Moderation. Die Kieler Holzwürmer unter der Leitung von Margitta Beuck brachten auf ihren wechselnden Instrumenten sehr unterschiedliche Musik zu Gehör. Ausschnitte aus der Orchestersuite Nr. 2 von Johann Sebastian Bach und „La tempesta di mare“ von Antonio Vivaldi waren ebenso zu hören wie moderne Stücke. Die Solistin Rosemarie Arndt (Sopran) wurde bei ihren insgesamt vier Liedern von Stefan Schnaut am Klavier begleitet. Die humorvolle und informative Moderation von Pastor Thomas Heik verband die sehr unterschiedlichen musikalischen Genres zu einer Einheit und gab dem Konzert eine besondere Note.

„Vorhang auf“ hieß es beim anschließenden Empfang in Dibberns Gasthof: Als weiterer musikalischer Überraschungsgast des Abends gab der Spielmannszug Osdorf unter der Leitung von Alexandra Butler vor rund 60 Gästen ein Wild-West-Medley zum Besten und verkürzte mit Liedern wie „Das rote Pferd“ und „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ die Wartezeit auf das warme Büfett mit Kasseler und Bratkartoffeln.
Der Vorsitzende Hans Heinsohn bedankte sich im Anschluss bei seinem Chor und all seinen Unterstützern und bei denen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. Er lobte die „gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit“ mit seinem Vorstand und besonders auch mit Chorleiter Stefan Schnaut. Der gab das Lob gleich zurück und stellte heraus, was den Gemischten Chor Osdorf für ihn so besonders macht. „Hier ist der Bürgermeister Mitglied, der Schlachtermeister und der Pastor machen hier mit – das ist gut, denn ein Chor steht für Kultur und hier in Osdorf geht die Kultur weiter. Ich hoffe, dass der Chor noch etliche Jahre überlebt“, sagte er und machte eine Zusage, für die er erneut Applaus erhielt. Er selbst sei nun bald zehn Jahre dabei und er leite auch noch einen Chor in Kiel. Ein bisschen viel? „Ja, und ich hab mich entschieden. Der Kieler Chor wird sich einen anderen Chorleiter suchen müssen – aber in Osdorf bleib ich“. Einige der Sänger seien ihm so ans Herz gewachsen und er schätze das offene und ehrliche Miteinander.

Glückwünsche überbrachte auch Osdorfs Bürgermeister Joachim Iwers. „Ein tolles Konzert habt ihr arrangiert und durchgeführt. Echt spitzenmäßig“, erklärte er. 145 Jahre, das sei – auch wenn das kein rundes Jubiläum ist – doch eins, das mit Recht gefeiert werde. Für Osdorf sei der Tag durchaus historisch, denn neben der Knochenbruchgilde von 1779, sei der Gemischte Chor der einzige, der über 100 Jahre alt ist. „Ich sehe das Fest heute als Generalprobe für die 150-Jahrfeier“, sagte Iwers augenzwinkernd.

Heinz Schneegans, Vorsitzender des Sängerkreises 7 Mittelholstein im Schleswig-Holsteinischen Sängerbund, überreichte ein Bild mit einer Karte, auf der die Chöre des Sängerkreises eingezeichnet waren. Geldgeschenke gab es unter anderem von der Gemeinde und der Amtsverwaltung Dänischer Wohld. Die Spendensammlung im Anschluss an das Jubiläumskonzert in der Kirche hatte eine Summe von rund 534 Euro ergeben.

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erstellt am 10.Jul.2017 | 08:43 Uhr

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