zur Navigation springen

Festlich : Musikalische Auszeit vom Weihnachtsstress

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kirchengemeinde und Kulturkreis boten besonderes Adventskonzert mit Buxtehudes Magnigicat

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 06:39 Uhr

Die Kerzen im Kirchenraum sind entzündet, vor den Fenstern leuchten Windlichter: Rund 250 Gäste erlebten am Sonntag im Eivind-Berggrav-Zentrum ein stimmungsvolles Weihnachtskonzert bei Kerzenschein mit der Stifter Kantorei, Solisten und Instrumentalisten unter der Leitung von Kantorin Susanne Schwerk. Eine Kooperation der Kirchengemeinde und des Altenholzer Kulturkreises.

Bürgermeister Carlo Ehrich besann sich zur Begrüßung auf die Advents- und Weihnachtszeit als eine Zeit der Ruhe, der Einkehr, und Besinnlichkeit. „Aber finden Sie die Zeit, inne zu halten, Kerzen anzuzünden, Tee zu trinken, ein Buch zu lesen oder schöne Musik zu hören?“, fragte er. „Oder sind Sie so wie ich beruflich angestrengt, hektisch in den Weihnachtsvorbereitungen.“ Und an Susanne Schwerk: „Vielen Dank, dass Sie uns diese schönen Stunden der Ruhe schenken.“

Pastor Dirk Große pries die Harmonien der Werke, die Bach und Buxtehude in dienender Funktion so wunderbar komponiert hätten, dass sie die Schönheit der Weihnacht beschreiben und vertiefen. Mit „Veni Emmanuel“ eröffneten die Solisten feierlich oben von der Orgelempore, „Oh komm, du Morgenstern“. Voller Freude fielen Chor und Instrumente ein. Gerne lauschte man den aufmerksam und gut artikuliert vorgetragenen Weihnachtsweisen „Es ist ein Ros entsprungen“, „Kommet ihr Hirten“ oder „Ich steh an deiner Krippen hier“. Jedoch bei dem anspruchsvollen Magnificat von Dieterich Buxtehude gelang es trotz ordentlicher Darbietung nicht, die fesselnde Synthese unterschiedlicher musikalischer Formen und Stile wie Concert und Arie, Virtuosität und eingängige Melodik herauszuarbeiten. Während Katharina Schwerk (Sopran), Lisa Ziehm (Alt) und Jeremy Almeida Uy (Tenor) nur kleine Unsicherheiten aufwiesen, erschien Niklas Oemig (Bass) indisponiert. Im zweiten Teil des Konzerts mit Gospels und hübschen Christmas-Carols kamen Chor, Instrumentalisten und Solisten allesamt gut zurecht. Vor allem in John Rutters Engelslied „Angels Carol“ konnten die vier Solostimmen überzeugen. Die Instrumentalisten kamen in John Rutters „The very best time of the year“ gut zur Geltung. Katharina Schwerk erfreute mit einem jazzigen „Have yourself a merry little Christmas“ und „Silent Night“ am Klavier. Glanzvoll gelang dann der Abschluss mit „Tollite Hostias“ von Camille Saint-Saëns: „Bringet Geschenke, der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich vor dem Herrn, denn er kommt.“ Das Publikum dankte mit ausgiebigem Beifall, und man sang noch einmal gemeinsam „Stille Nacht“.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen