Sommerkonzert : Musikalisch über den Atlantik

Nahm mit auf eine Flugreise um die Welt: die Gettorfer Liedertafel.
Nahm mit auf eine Flugreise um die Welt: die Gettorfer Liedertafel.

200 Gäste folgen Einladung der Gettorfer Liedertafel in der St.-Jürgen-Kirche

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24. Juni 2014, 06:00 Uhr

Unterhaltsam, entspannend und mit angenehmen Turbulenzen: An die 200 Passagiere nahm die Gettorfer Liedertafel am Sonntagabend zum Sommerkonzert im Kultur- und Bildungszentrum (KuBiZ) mit an Bord ihres Fliegers. „Flugkapitän Andreas Plat und Co-Pilot Rainer Bruhns begrüßen Sie im Namen der gesamten Crew auf dem Flug GLT 1843“, meldete sich der Vorsitzende der Liedertafel Rainer Bruhns aus dem Cockpit. „Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie sich. Bei uns sind Sie in den besten Händen.“

Und dann hob er ab der Flieger zu seiner gut eineinhalbstündigen, musikalischen Flugreise über den Atlantik und zurück. Mit verständlichen Texten, gutem Chorklang – wobei sich die in der Unterzahl befindlichen Männerstimmen ordentlich ins Zeug legen mussten- schönen Solostimmen und Duetten, gelang ein musikalischer Gesamtvortrag mit jenem frischen, jugendlichen Anstrich, um den es Chorleiter Andreas Plat bei seiner Arbeit mit dem etwa 50-köpfigen Ensemble geht. Insbesondere die Darbietungen aus dem Fach Pop und Musical überzeugten.

Die Stewardessen Cathrin Wintjen und Kirsten Rossdam moderierten. Erster Stopp: Lyon in Frankreich, wo man mit „Sieh auf deinen Weg“ dem erfolgreichen französisch-schweizerischen Kinofilm „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ huldigte. Weiter ging es nach Paris in die Unterwelt der Oper mit „Könnest du doch wieder bei mir sein“ und „Phantom der Oper“ und aus dem gleichnamigen Musical von Andrew Lloyd Webber. In London begegnete man dem glücklich strahlenden Kater „Bustopher Mürr“ aus dem Musical Cats. Durch und durch Aristokrat und stets überall willkommen. Weiter ging es in die USA mit „Can’t help falling in love“ von Elvis Presley und „I will follow him“ aus dem himmlischen Musical Sister Act. Extra Beifall heimsten Cathrin Wintjen und Hanne Humke mit „I know him so well“ aus dem Musical Chess und Matthis Radke und Lars Olbrich mit ABC von den Jackson Five ein. Den Nachtflug zurück nach Europa begleitete die Ballade „Tears in heaven“ von Eric Clapton, mit der er versuchte, den Unfalltod seines vierjährigen Sohnes Conor zu verarbeiten. In Stockholm in Schweden weckten Chor, Nadine Dibbern, Kerstin Bösch, Annika Haß und Andreas Kuptz mit den Abba-Songs „Mamma Mia“, „Honey, Honey“ und „Does your Mother know“. Dann der letzte Stopp in Wien: Matthis Radke interpretierte Falcos „Rock me Amadeus“ und zu Ehren des Komponisten der Wiener Klassik erklang Mozarts Motette Ave verum.

Kurz darauf war der Heimatflughafen Gettorf wieder erreicht. „Wir hoffen, der Flug mit uns hat Ihnen gefallen“, bedankte sich Flugkapitän Andreas Plat. „Wir freuen uns, Sie bald wieder an Bord begrüßen zu dürfen.“ Das Publikum applaudierte fröhlich, hätte den Chor auch gerne noch länger mit Beifall belohnt. Dann kam doch noch die Zugabe. „Sehr gut“, meinte Besucherin Maike Baasch aus Postkamp. „Das war eine tolle Mischung. Es hat alles gut zusammen gepasst, sehr abwechslungsreich und schwungvoll. Es waren auch ein paar ruhige Stücke dabei. Die Mischung hat mir besonders gut gefallen.“



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