Benefizkonzert : Musik-Vielfalt mit Debut und Geburtstag

Das jüngste Mitglied des Musikzugs, der zehnjährige Christoph Mücke, gab in Osdorf sein Debüt am Schlagzeug beim Egerländer Musikantenmarsch.
Das jüngste Mitglied des Musikzugs, der zehnjährige Christoph Mücke, gab in Osdorf sein Debüt am Schlagzeug beim Egerländer Musikantenmarsch.

Musiker der Freiwilligen Feuerwehr Felm spielen zugunsten der Fußbodensanierung der Vater-Unser-Kirche / Zuhörer spenden 420 Euro

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17. März 2014, 06:00 Uhr

Ein breites Spektrum seines Könnens zeigte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Felm bei seinem Benefizkonzert in der Vater-Unser-Kirche. Der Erlös – der Eintritt war frei, es wurde um Spenden gebeten – soll der Sanierung des Fußbodens der Kirche zugute kommen. „Ganz haben wir das benötigte Geld noch nicht zusammen“, sagte Pastor Thomas Heik und wies darauf hin, dass die Arbeiten umfangreicher sind, als zunächst angenommen. Ging man beim Benefizkonzert vor zwei Jahren noch von rund 35 000 Euro Kosten aus, belaufen sie sich mittlerweile auf etwa 55 000 Euro. „Wir hoffen, dass wir in diesem Sommer mit der dringend notwendigen Sanierung beginnen können“, zeigte sich Heik optimistisch.

Genau so, wie Pastor Heik sich freute, dass der Felmer Musikzug wieder einmal ein Benefizkonzert in der Kirche gab, freuten sich Musikzugführer Klaus Holz, Dirigent Roland Grote und die Musiker, dass sie mit ihrem Konzert ihren Teil dazu beitragen können, der Sanierung ein Stück näher zu kommen. Denn zwischen dem Musikzug und der Kirchengemeinde besteht eine enge und sehr gute Zusammenarbeit, wie Thomas Heik betonte. Bei vielen Gelegenheiten wie zum Beispiel Außengottesdiensten am Strand, Konfirmationen oder auch bei der Taufe im Pferdestall im vergangenen Jahr unterstützt das Orchester die Gemeinde immer wieder musikalisch. So auch am Freitag, als die Musiker einmal mehr ihr breites Repertoire den Konzertbesuchern näher bringen konnten.

Zu Beginn stand – schließlich fand das Konzert in der Kirche statt – das geistliche Lied „Lobe den Herrn“. Neben Märschen wie „Textilaku“ von Karl Pádivý oder dem „Fliegermarsch“ des österreichischen Komponisten Herman Dostal, der „heimlichen Hymne der Luftwaffe“, stand auch die Volksweise „Froh gelaunt“ auf dem Programm, durch das Klaus Holz führte. Die erst 1997 von Norbert Gölle komponierte Polka „Böhmischer Traum“ fehlte ebenso wenig wie Helmut Kassners Walzer „Frühlingserwachen“. Nach der Entspannung bei „Time to relax“ von Manfred Schneider, der wohl zu den beliebtesten Komponisten für Unterhaltungsmusik für Blasorchester gehörte, kamen Titel, die wohl in so gut wie keinem Konzert fehlen dürfen: die Gänsehautstücke. Diesmal mit einem symphonischen Porträt des britischen Komponisten Andrew Lloyd Webber und einem Potpourri bekannter Melodien aus seinen Musicals.

So richtig Bewegung kam bei einem weiteren Medley ins Publikum, bei dem sich viele in ihre Jugendzeit in den 1970er Jahren zurückversetzt gefühlt haben dürften: Bei „Mama Loo“, „Kansas City“ und anderen allseits bekannten Titeln der Les Humphries Singers wurde kräftig im Takt mitgeklatscht, und auch die Füße stillzuhalten, fiel schwer. Mit dem dritten Medley gingen die Musiker noch ein paar Jahre weiter zurück. Bei Titeln wie „Let it be“, „Yesterday“, „Lady Madonna“ oder „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ braucht man eigentlich nicht zu erwähnen, dass es sich um ein Beatles-Medley handelte. Ungewöhnlich Klänge für ein Blasorchester, aber deshalb nicht weniger faszinierend die zwei Stücke aus dem Kult-Musical „Tanz der Vampire“ – Stücke, die ob ihrer Dramatik Spannung spürbar werden ließen und Lust auf mehr machten.

Und auch zwei Besonderheiten gabs bei dem Konzert: ihre Klarinettistin Kerstin Dallmann überraschten die Musiker zur Pause mit einem Ständchen, feierte sie am Freitag doch ihren 36. Geburtstag. Und beim „Egerländer Musikantenmarsch“ feierte der zehnjährige Christoph Mücke als jüngstes Orchestermitglied souverän sein Debüt am Schlagzeug vor Publikum.

Am Schluss gab es nach rhythmisch forderndem Klatschen der knapp 100 Konzertbesucher als Zugabe den Marsch „Gruß an Kiel“. Nicht nur am Applaus der Zuhörer ließ sich feststellen, dass ihnen das Konzert gefallen hat. Auch die Spendensumme von etwa 420 Euro sprach für sich.

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