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Eckernförder Zeitung

12. Dezember 2017 | 19:40 Uhr

Konzertreise : Musik, die Mut und Freude bringt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Naumburger Kurrende zu Gast in Gettorf / Weitere Auftritte in Kosel, Krusendorf und Friedrichsort

Wohl über Sand und Meere: Mit diesem Programm machte der mitteldeutsche Chor, die Kurrende der Kirchlichen Hochschule Naumburg, auf ihrer Chorreise Halt in Gettorf. Die 15 Sängerinnen und Sänger ließen a-capella-Chormusik aus sechs Jahrhunderten, von Schütz über Bach, Thüringer Motetten, Mendelssohn bis hin zu Musik des 20. und 21. Jahrhunderts des langjährigen Naumburger Domkantors Reinhard Ohse und Stücken von Michael Greßler, der den Chor seit 1989 leitet, erklingen.

Geistliche Chormusik, Lobgesang auf die Wunder der Schöpfung und auf Gott, der Land und Meer in den Händen hält. Die Kurrende der Kirchlichen Hochschule Naumburg, 1948 als Studentenchor gegründet, prägte das geistliche und kulturelle Leben des Instituts bis zu seiner Schließung im Sommer 1993. Man gab Geburtstagsständchen, gestaltete die Semestergottesdienste, sang im Advent – die Kurrende war ein Ort der Geselligkeit. Bis heute trifft sie sich jedes Jahr für musikalische Projekte und Chorreisen durch ganz Deutschland, Österreich, Rumänien, die Schweiz und Holland. Der Kontakt in den Norden war über Carola Rosenhahn entstanden, die in Neu-Bülk aufwuchs und sich freute, in ihrer alten Heimat zu singen. „Ein geistliches Chorkonzert, das begrüßen wir außerordentlich hier in unser St. Jürgen Kirche“, betonte Pastor Frank Boysen und kündigte dankbar die zu erwartenden Wohlklänge an: „Eine Stunde, die uns trägt, Mut und Freude bringt.“ Der Chor in Schwarz-Weiß mit feierlichen Gesichtern, artikulierte gut verständlich und wirkte stets aufmerksam. Die Männerstimmen erfüllten die Lobgesänge mit Leben. Wie gemalt erklang die vierstimmige Liedmotette „Wohl über Sand und Meere“ von Michael Geßler, freudig der Choralsatz „Jesu, meine Freude“ von Johann Sebastian Bach und die Motette „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Dann die vierstimmige Motette „Te Deum“ von Reinhard Ohse: Da brauste es bis in die Seele, wehte durch den Raum und zündete durch alle Herzen. Zum Abschluss erklangen erstmals aufgeführt die vier Tagelieder Nachgesang, Morgenlied, Mittagslob und Abendsegen von Chorleiter Michael Greßler. Von Leid und Trost in der Nacht, neuem Mut am Morgen, dem kräftigenden Glanz der Sonne zum Mittag, Frieden und Stille am Abend. Das Publikum dankte mit innigem Applaus. „Das war ergreifend schön“, meinte Marlies Sommer aus Osdorf. „Schade für die, die nicht hier waren.“

> Wer die Naumburger Kurrende erleben möchte, hat dazu noch Gelegenheit am morgigen Freitag um 19 Uhr in der Laurentius-Kirche in Kosel, am Sonntag, 17. August, um 10 Uhr im Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche Krusendorf und um 17 Uhr in der Bethlehem-Kirche in Friedrichsort.






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