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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 09:59 Uhr

Musik aus Vechta zum 100. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jugendherberge Eckernförde lässt zum 100-jährigen Jubiläum des Jugendherbergswerks die Instrumente erklingen

von
erstellt am 30.Okt.2014 | 14:15 Uhr

Einst waren es Schlafsäle mit Strohsackbetten, die Jugendwandergruppen Übernachtung und ein einfaches Mahl boten, 100 Jahre nach der ersten Jugendherberge bieten die Häuser inzwischen modern ausgestattete Unterkünfte mit Programmen rund um Natur, Kultur und Bildung. 1914 als Verband zur Unterhaltung von Jugendherbergen in Schleswig-Holstein gegründet, betreibt der DJH-Landesverband Nordmark, wie er inzwischen genannt wird, 47 Häuser im Norden. Wie viele andere Häuser im Land hat auch die Eckernförder Jugendherberge das Jubiläumsjahr zum Anlass genommen, um einen besonderen Abend auszurichten – das Motto hieß: „Musik erleben – Gemeinschaft erleben“.

Beste Voraussetzungen dafür bot die Musikschule Vechta, die seit 17 Jahren für eine Woche zur festen Belegung in den Herbstferien gehört und mit 140 jugendlichen Musikschülern ein breites Band von klassischer Musik über Hardrock bis hin zum Chor bot. „So brauchten wir uns für die musikalische Untermalung der Veranstaltung keine Gedanken zu machen“, sagte Carsten Bauer, Vorsitzender des Kreisverbandes Rendsburg-Eckernförde, bei seiner Begrüßung am Mittwochabend.

Nach dem offiziellen Teil im Beisein von rund 40 Gästen konnten sich diese einen Einblick in die musikalische Vielfalt der Vechtaraner machen, die mit Gitarre, Querflöte, Schlagzeug, Keyboard oder Stimme über zahlreiche Räume verteilt ihr Können präsentierten. „Viele Schüler, die jetzt hier gemeinsam musizieren, kannten sich zuvor gar nicht“, erklärte der Leiter der Kreismusikschule, Rainer Wördemann, denn das Einzugsgebiet der Musikschule umfasst etliche Kilometer rund um die Stadt Vechta.

„Ohne Vorbereitung geht es natürlich nicht“, erläuterte Musiklehrerin Katrin Suffner. Nachdem die Schüler die zu spielenden Noten schon vier Wochen vor der Anreise zum Üben bekommen hatten, konnte sich das Rondo für Querflöte, Klarinette und Saxophon der 10-14-jährigen Schülerinnen im Tagesraum 2 hören lassen. Wenige Räume weiter ging es bei „Snare ist mehr“ mit dem Schlagzeug rhythmisch und lautstärker zu, während im großen Saal zahlreiche elektrische Gitarren in Verbindung mit Kontrabass Hardrock vom Feinsten boten.

Zum Empfang ein alkoholfreier Cocktail, für das gemeinsame Essen ein riesiges Nudelbuffet. Für die Bewirtung haben sich die Betreiber Einiges einfallen lassen. „Es ist eine pflegeleichte Gruppe“, weiß Holger Lüthi, der zusammen mit Ehefrau Monika das Haus leitet. Denn anders als bei Schulklassen, sind die Musiker alle freiwillig hier.

Seit 21 Jahren lenkt der 55-Jährige die Geschicke des Hauses, dessen Baujahr mit seinem Geburtsjahr zusammenfällt. Für ihn ist es die Abwechslung – Schulklassen, Seminare und Einzelgäste –, die den besonderen Reiz ausmacht.


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