Osdorfer Sommerkonzert mit drei Chören : Musik aus sieben Jahrhunderten

Der Evergreen „Oh happy day“ durfte beim Osdorfer Sommerkonzert nicht fehlen.
Der Evergreen „Oh happy day“ durfte beim Osdorfer Sommerkonzert nicht fehlen.

Drei Chöre präsentierten in Osdorf Musik aus sieben Jahrhunderten.

shz.de von
09. Juli 2019, 13:38 Uhr

Osdorf | Eine musikalische Zeitreise durch sieben Jahrhunderte stand auf dem Programm des Sommerkonzertes in der Osdorfer Vater-Unser-Kirche. Der Gemischte Chor Osdorf als Veranstalter hatte auch den Osdorfer Gospelchor „Gospiration“ und die „Kieler Stadtpfeifer“ eingeladen. Die Moderation übernahm der Osdorfer Pastor Thomas Heik.

Der „Gemischte Chor Osdorf“ unter der Leitung von Bernd Ruhberg eröffnete und beschloss das Konzert mit einem kleinen Ausschnitt aus „Mozarts „Zauberflöte“ und präsentierte sich ansonsten aus einem bunten Mix aus Volks- und anderen Liedern vom 14. bis 20. Jahrhundert. Das plattdeutsche Lied „Abendfreden“ war ebenso dabei wie „Griechischer Wein“ und „La Provence“.

Mit Gospel, Pop und Jazz erweiterte der Osdorfer Gospelchor „Gospiration“ unter der Leitung von Christiane Etzold die musikalische Bandbreite. Nicht fehlen durfte natürlich „Oh Happy Day“ (Oh fröhlicher Tag). Dieser von den Edwin Hawkings Singers 1969 veröffentlichte Titel erschloss die Gospelmusik erstmals einem größeren Publikum.

Zum ersten Mal in Osdorf dabei waren die Kieler Stadtpfeifer. Die fünf Profimusikerinnen spielten im ersten Block Renaissance-Musik mit Blockflöte, Harfe und Dulcian (Vorläufer des Fagotts). Im zweiten Block spielte das Ensemble etwas modernere Blockflötenmusik und ein Folk-Harfenstück. Die Stadtpfeifer waren vom 14. bis zum 18. Jahrhundert bei der Stadt angestellte Musiker, die zu den verschiedensten Anlässen Musik machten.

Auch diesmal gab es wieder bekannte Lieder zum Mitsingen. Hans Heinsohn, Vorsitzender des Gemischten Chores: „Das kommt gut an.“ Dieses Mal hatte der Chor mit „Im schönsten Wiesengrunde“ ein bekanntes Volkslied und mit „Geh aus mein Herz und suche Freud“ einen bekannten Choral von Paul Gehrhardt ausgewählt. Pastor Thomas Heik erinnerte an den Hintergrund des Liedes. „Paul Gerhardt hat den 30-jährigen Krieg erlebt, verlor seine Frau und vier seiner fünf Kinder. Trotzdem schrieb er das Lied. Lassen wir uns von dieser Hoffnung anstecken.“ Heik überzeugte wieder mit seiner kurzweiligen Moderation, die gespickt war mit lustigen und nachdenklichen Anekdoten zu Liedern und Komponisten.

Insgesamt war es ein Konzert mit einem gelungenen Mix aus Chor- und Instrumentalmusik aus sieben Jahrhunderten und aus vielen verschiedenen Genres, das mit dem irischen Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“ seinen Abschluss fand.

Unter den vielen Besuchern war auch Christa Großkopf aus Lindhöft: „Ich habe mich gefreut, dass auch Volkslieder gesungen wurden“. Renate und Oswald Hansen aus Gettorf waren früher selbst Chorsänger: „Das Wichtigste ist, dass Menschen zusammenkommen um gemeinsam zu singen“, so Oswald Hansen.

Beide Chöre freuen sich über neue Mitglieder. Der Gemischte Chor probt donnerstags von 19.30 bis 21 Uhr in Dibberns Gasthof und der Gospelchor „Gospiration“ mittwochs von 20 bis 21.30 Uhr in der Osdorfer Kirche.

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