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StarNight : Musicalhits bringen Stadthalle zum Kochen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gesangsstark und tänzerisch professionell haben sich die Künstler der Musical-Starnight präsentiert.

Eckernförde | Das Motto „Best of Musical – Starnights’“ versprach eine rasante, farbenfrohe Bühnenshow in der Eckernförder Stadthalle. Die wenigen vereinzelt freien Plätze bestätigten, dass Musicals nach wie vor beim Publikum gefragt sind. Unter der Leitung des Choreographen und künstlerischen Leiters Murray Grant stellte ein internationales, junges Ensemble am Dienstagabend einen fulminanten Querschnitt der bekanntesten Passagen aus den besten Musicals vor. Die Künstler aus England, Deutschland, Österreich, Neuseeland und Kroatien brillierten dabei nicht nur stimmlich, sondern auch mit ihren perfektionistischen Tanzeinlagen.

Gleich zu Beginn durften sich die Zuschauer an Buchstaben üben – „Supercalifragilisticexpialidocious“ aus „Mary Poppins“ gab den richtigen Einstieg in eine unterhaltsame Reise durch die Welt der Musicals. Mit „Memory“ aus „Cats“ erfuhr man, dass Katzen nicht nur sieben Leben, sondern auch drei Namen besitzen. Die Tanzeinlagen zeichneten sich durch eine sportliche Note aus. Eine unterhaltsame Moderation der jungen Ensemblemitglieder führte von Musical zu Musical, so zum Beispiel „Tonight“ und „America“ aus Leonard Bernsteins „West Side Story“. Alina Arenz brachte mit ihrer klaren Stimme als „Elisabeth“ – besser bekannt als Sissy - einen Gänsehautmoment in die Stadthalle. Und gleich wieder andere Töne – rockig aus „The Who’s Tommy“ oder märchenhaft aus Disneys Zeichentrickfilm „Die Schöne und das Biest“.

Und dann plötzlich Melodien nach ABBA-Art und „I know him so well“ aus dem Musical „Chess“, das bekanntlich aus der Feder der beiden männlichen Mitglieder der schwedischen Popgruppe, Björn Ulvaeus und Benny Andersson, stammt. Musik von Elton John wurde mit „Can You Feel The Love Tonight“ aus „Der König der Löwen“ zu Gehör gebracht, bevor es mit „Time Warp“ aus der Rocky Horror Show deutlich turbulenter auf der Bühne zuging. Danach wurde das Publikum eindrucksvoll mit „Les Miserables“ ins Frankreich des 19. Jahrhunderts versetzt: Man spürte förmlich die Dramatik und Spannung um den bevorstehenden Aufstand in Paris.

Zu Beginn des zweiten Teils der Musical-Reise wurde es auf der Bühne mit „Hairspray“ bunt und schrill, dann mit dem rollschuhfahrenden Rusty aus Andrew Lloyd Webbers „Starlight Express“ wieder verträumt und bei Udo Jürgens unvergessenen Hits aus „Ich war noch niemals in New York“ erreichte die Begeisterung des Publikums einen neuen Höhepunkt. Das Mitklatschen setzte sich dann bei den ABBA Hits aus „Mamma Mia!“ einfach fort, bevor die Zuschauer ins Berlin der 30er Jahre versetzt wurden – „Cabaret“? Die Darbietung der jungen Sängerin Alina Arenz war nahezu der von Liza Minelli ebenbürtig. Das „Phantom der Oper“ lebte von einem interessanten Bühnenbild in 3  D-Projektion und von der hervorragenden Stimme der Neuseeländerin Leanne Howell.

Nach „Wicked – Die Hexen von Oz“ folgte ein grandioses Finale, was seinem Namen alle Ehre machte. Die britische Rockband Queen ist mit mindestens diesen beiden Welterfolgen „We Will Rock You“ und „We Are The Champions“ in die Musikgeschichte eingegangen.

Das Eckernförder Publikum zeigte, dass auch in der eher ehrwürdigen Stadthalle echte Rockkonzert-Atmosphäre einziehen kann.



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