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Weitere Förderung : Museumsräucherei: Nagelboden soll neuer Ausstellungsraum werden

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Alte Fischräucherei ist in diesem Jahr von weit über 3000 Menschen besucht worden. Der Förderverein möchte nun den historischen Nagelboden als Ausstellungsraum herrichten. Die Stadt soll finanziell helfen.

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erstellt am 14.Nov.2014 | 06:42 Uhr

Über 5000 ehrenamtliche Arbeitsstunden in zweieinhalb Jahren und der große Einsatz aller Beteiligten hat das Projekt „Alte Fischräucherei“ in der Gudewerdtstraße weit vorangebracht. Die Museumsräucherei ist zwar noch lange nicht auf voller Betriebstemperatur – das erwartet der Förderverein erst im Jahr 2018 –, doch allein dieses Jahr haben bislang 3205 Besucher den Weg dorthin gefunden und sich über das traditionelle Räuchereiwesen in der Altsstadt informiert. Bereits heute gibt es rege Nachfrage nach Besichtigungen im nächsten Jahr. „Wir sind mit dem ersten Sanierungsabschnitt so gut wie fertig“, sagte Katharina Mahrt, Vorsitzende des Vereins Alte Fischeräucherei Eckernförde, am Mittwochabend im Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport. Da es 2015 keine Fördermittel aus dem Europäischen Fischerfonds (EFF) gebe, hat sie die Stadt gebeten, den Verein bei der Wiederherstellung des dringend benötigten Nagelbodens als Ausstellungsfläche und Raum für museumspädagogische Arbeit sowie die Herrichtung des Gartens und die Ausstattung der Räucherei mit Mobiliar finanziell zu unterstützen. 30 700 Euro würden benötigt, die Handwerkerleistungen würden in Eigenarbeit erfolgen.

Während Ausschussvorsitzender Reiner Bunte (SPD) und Rainer Bruns (CDU) dem Verein ihre volle Unterstützung zusicherten, monierte Joschka Knuth (Grüne), dass der Verein noch keine hinreichenden Entscheidungsgrundlagen für die museumspädagogische Arbeit geliefert habe und auch noch keinen Verwendungsnachweis für die 300 000 Euro Fördermittel geliefert habe. Mahrt verwies auf die Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben, bis auf die restlichen Handwerkerleistungen sei alles abgerechnet und aufgelistet. Das pädagogische Konzept werde gerade gemeinsam mit Schulleitern entwickelt.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Edgar Meyn, pochte darauf, die Kritikpunkte ins Protokoll zu nehmen. Ein Verein, der wie kein andere Kulturträger in den Genuss von fast einer halben Million Euro an Fördermitteln komme, müsse in Zeiten der Haushaltskonsolidierung auch nachweisen können, dass die Förderung zurecht erfolgt und wofür die Mittel verwendet werden. Die Stadt müsse auf eine gerechte und transparente Verteilung öffentlicher Gelder achten. Man dürfe nicht nur an die denken, „die im Licht stehen“, sondern auch an die im Schatten.

Der Förderantrag wurde bei zwei Gegenstimmen der Grünen und des SSW zur Annahme empfohlen.

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