zur Navigation springen

Museumsmitarbeiter stellen ihre Lieblingsstücke vor

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 19.Mai.2014 | 11:02 Uhr

Die Kastenmangel ist ihr Lieblingsstück im Heimatmuseum. Das hölzerne Haushaltsgerät aus dem Jahre 1850 ist Teil der Ausstellung „Waschen früher“. Bettlaken, Tücher und Tischdecken wurden um die Rundhölzer gewickelt und durch Hin- und Her-Bewegungen des Kastens ausgepresst und geglättet. Marlies Lorbeer kennt den anstrengenden Waschtag, als die Hausfrauen die Wäsche per Hand reinigen mussten, noch aus eigener Erfahrung. Die Eckernförderin bietet seit 26 Jahren ehrenamtlich Führungen durchs Museum an. Anlässlich des Internationalen Museumstags am Sonntag hatten Besucher die Möglichkeit, an einer einzigartigen Führung teilzunehmen – ein gemeinsamer Rundgang unter der Leitung aller Mitarbeiter.

Der Museumstag stand unter dem Motto „Sammeln verbindet“. Ein Slogan, der die vier ehrenamtlichen und zwei hauptamtlichen Mitarbeiter zur Fragestellung veranlasste, „was verbindet uns Mitarbeiter mit der Sammlung des Hauses?“, wie Museumsleiter Dr. Uwe Beitz vor Beginn des Rundgangs erklärte. Jeder hat ein Lieblingsstück in der Ausstellung, das er am Sonntag den Besuchern vorstellte.

Andenkenporzellane aus der Kaiserzeit stellte Julia Liedtke vor. Die Liebe zu diesen „eher kitschigen“ Souvenirs lernte die 30-Jährige während eines Volontariats im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum kennen. So erfuhren die Besucher, dass in der Zeit alle Souvenirtassen oder -teller mit einem Edelweißdekor verziert wurden, ob sie nun in Rosenheim oder Eckernförde angeboten wurden. Liedtke zeigte einen ganz neuen Ansatz der Betrachtung. In diesem Porzellan verberge sich Tourismusgeschichte und Alltagskultur und wies auf die Verbindung zu heute hin: „Warum kauften die Leute früher Souvenirs, warum tun sie das heute noch?“

Edeltraud Stange, seit 26 Jahren ehrenamtlich Mitarbeiterin im Museum, erklärte den Besuchern den Altonaer Räucherofen. Renate Hanisch-Jahn, seit einem Jahr ehrenamtlich tätig, erläuterte das Gemälde Jesus und die Kanaanäerin. Einem Gemälde mit dem Motiv des durch die Sturmflut 1872 zerstörten Süderschanzendenkmals widmete sich Dr. Beitz. Restaurator und Bestandsverwalter Ralf Schröder brachte den Gästen ein Gemälde mit einer Momentaufnahme von der Schlacht vor Eckernförde am 5. April 1849 näher, das durch seine Maße und seine Leuchtkraft den Raum dominiert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen