Ab 30. Juni : „Museum öffne Dich“ – freier Eintritt mit der Museumscard

Die Museumscard soll junge Menschen ins Museum holen.
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Die Museumscard soll junge Menschen ins Museum holen.

Mit der Museumscard dürfen Kinder, Jugendliche und Jugendgruppen kostenlos 77 Museen besuchen. Sie ist auch als App erhältlich. Erstmals sind auch zwei dänische Museen dabei.

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12. Juni 2014, 06:01 Uhr

75 Museen aus Schleswig-Holstein und zwei aus Dänemark öffnen sich vom 30. Juni bis 9. November für junge Besucher und gewähren Kindern und Jugendlichen freien Eintritt. Möglich macht das das Projekt „Museumscard 2014“, dass zum neunten Mal durchgeführt wird und eine breite Unterstützung im Land erfährt. Der Landesjugendring hat die Federführung übernommen, mit im Boot sind drei Landesministerien, der Sparkassen- und Giroverband, der Museumsverband, die Tourismusagentur sowie der Nahverkehr Schleswig-Holstein. Die Museumscard gibt es in Museen, Sparkassen, Büchereien, Jugendverbänden, dem Landesjugendring und den Tourist-Informationen. Sie kann auch als App mit Smartphone oder Tablet unter www.meine-museumscard.de heruntergeladen werden – „ein Museum für die Hosentasche“, wie die Vorsitzende des Landesjugendrings, Alexandra Ehlers sagte. Die Museumscard soll den Museen „einen cooleren Anstrich verleihen.“

Beim landesweiten Auftakt gestern im Museum Eckernförde überreichten Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW), Alexandra Ehlers und Sparkassenpräsident Reinhard Boll den Schülern der Klasse 5a der Grund- und Gemeinschaftsschule Süd die ersten der 95 000 Museumscards. Die Museumscard gilt als Eintrittskarte für alle teilnehmenden Museen von A wie „Archäologisches Landesmuseum Schloss Gottorf“ bis Z wie „zeiTTor Museum der Stadt Neustadt in Holstein“. Außerdem gilt sie am 16. und 23. Oktober als Freifahrtkarte in allen Bussen und Bahnen im Nahverkehr Schleswig-Holstein und bietet zusätzlich zwei Gewinnspiele mit attraktiven „Entdeckerpreisen“ wie Reisen und Klettergutscheinen an.

Für Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel leistet die Museumscard einen wichtigen Beitrag, um Kindern und Jugendlichen „Lust auf Museen zu machen“. Das Museum Eckernförde sei von Anfang an dabei. Dort werde die Geschichte der Stadt für alle Altersgruppen anhand von Ausstellungsstücken „anschaulich und spannend erzählt“. Dieses Angebot solle gezielt auch bei den jungen Besuchern noch bekannter gemacht werden.

Kulturministerin Anke Spoorendonk wandte sich direkt an die Schüler und erfuhr so, dass etwa zwei Drittel sowohl ein Smartphone besitzen als auch schon im Museum waren. „2014 haben wir das ‚Jahr der kulturellen Bildung‘ in Schleswig-Holstein ausgerufen. Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen kulturelle Angebote nahe zu bringen und sie zum Mitmachen anzuregen. Es ist mir ein großes Anliegen, dass bereits Kinder und Jugendliche die kulturelle Vielfalt unseres Landes kennenlernen, wozu die Museen maßgeblich beitragen.“ Dass erstmals zwei dänische Museen – das Deutsche Schulmuseum Nordschleswig in Apenrade und das Deutsche Museum Nordschleswig in Sonderburg – mitmachen, freute die Ministerin besonders. „Vielleicht sind im nächsten Jahr auch große dänische Museen dabei.“

Das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa und die Sparkassen wenden jährlich 40 000 Euro für die Finanzierung der Museumscard auf. „Kulturelle Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, sagte Sparkassenpräsident Reinhard Boll. Mit der Museumscard werde die kulturelle Bildung junger Menschen auf eine moderne und jugendgerechte Weise gefördert. „Die Museumscard gehört zu Schleswig-Holstein wie Wind und Wellen.“

Alexandra Ehlers, Vorsitzende des Landesjugendrings, hob lobend hervor, dass auch Jugendleiter das kostenfreie Angebot nutzen können.







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