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gute alte rockige zeit lebt wieder auf : Murphys Law rockt das Carls

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Schleswiger Band gab am Freitag vor 160 Fans ein Konzert im Showpalast. Der Gastmusiker Hannes Wendt überzeugte als Sänger von „Hot Chocolate“

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2017 | 06:24 Uhr

Eckernförde | Am Freitagabend gehörte Carls Showpalast auf Carlshöhe der Generation, die in den 70er und 80er Jahren die Diskotheken und Rockkonzerte bevölkerten. Musik der Rolling Stones, von David Bowie oder Bob Marley – das Ü50-Publikum geriet an diesem Abend ins Schwärmen und Schwelgen. Musikalisch sorgten dafür Hannes Wendt und die sieben Musiker der Schleswiger Band „Murphys Law“. Murphys Law, dieses „Gesetz“ steht eigentlich für eher unerfreuliche Aspekte, die einem – oft gleichzeitig eintreffend – den Tag vermiesen. Das heißt, wenn die Waschmaschine plötzlich nicht mehr funktioniert, ist ganz bestimmt auch noch die Kaffeedose leer und das letzte Brötchen steinhart. Bandmitglied Hauke Schulz hat eine simple Erklärung für den ungewöhnlichen Bandnamen: „Auch bei uns läuft nicht immer auf der Bühne alles richtig glatt, aber irgendwie kriegen wir es doch jedes Mal hin, die Konzerte zur Liveparty werden zu lassen.“

Das scheint bestens zu funktionieren, denn immerhin sind die Schleswiger bereits fast 15 Jahre mit ihren Coversongs gemeinsam erfolgreich unterwegs. Musikalische Unterstützung kam am Freitagabend von Hannes Wendt, bekannt durch die legendäre „Fuckin Kius Band“ . Als einer der beiden Sänger war der Flensburger Musiker eine regionale Berühmtheit, er spielte in Clubs und auf Festivals und besaß entsprechenden Kultstatus. Vor dem Konzert sage er: „Eigentlich bin ich ganz schön aufgeregt.“ Auf der Bühne war von diesem Lampenfieber dann nichts mehr zu spüren – Wendt überzeugte mit seiner Stimme und einer bemerkenswerten körperlichen Konstitution. Er sprang über die Bühne und faszinierte passend zu den Stones-Titeln mit den sonst für Mick Jagger bekannten Posen. Kaum zu glauben, dass Wendt in der kommenden Woche seinen 59. Geburtstag feiert. Rund 160 Besucher waren bester Stimmung. Viele selbst ernannte „Groupies“ waren extra aus Schleswig angereist. So auch Astrid Wolfrath mit ihrer Freundin, die die Band schon lange aus ihrer Heimatstadt kennen. „Wir waren total auf die Kombination „Wendt-Murphys Law“ gespannt und sind absolut begeistert.“ Das traf auf die meisten Konzertbesucher zu, denn schon beim dritten Titel war die Tanzfläche voller Leute, die lauthals mitrockten, -tanzten oder –sangen. Erstaunlich, wie aus manchem vorher eher seriös wirkenden Endfünfziger plötzlich pure Begeisterung sprudelte. Es folgten viele bekannte Songs wie „Hard place“ der Stones oder „Lets dance“ von Bowie. Bei „You sexy thing“ von Hot Chocolate tanzte Wendt mit Glitzermütze vor der Band und unterstrich damit sein Talent für seine berühmten Verkleidungen. Erst nach fast einer Stunde überließ Wendt für kurze Zeit die Bühne allein der Band. Sänger Oli Meurer und Sängerin Julia Böttcher heizten das Publikum mit Bob Marleys Reggae-Songs weiter an und forderten zum Mitmachen auf. Bei „Could it be love“ waren regelrecht Sonne und Sommer zu spüren. Und schon war Wendt wieder präsent und brachte mit Eric Claptons „I shot the sheriff“ Carls Showpalast zum Kochen. Die Leute bedankten sich mit Jubelpfiffen und purer Begeisterung für einen tollen Abend.

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Der nächste Auftritt der Band findet am 15. Juli beim Schuby Open Air 2017 statt.


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