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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2017 | 20:36 Uhr

Mühlenberg: Differenzen bis zum Schluss

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 12.Feb.2014 | 00:31 Uhr

Mit der Stimmenmehrheit von CDU, SSW, Grünen und FDP hat die Ratsversammlung am Montagabend den Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Mühlenberg gefasst. Dagegen waren SPD und Linke, das Bürger-Forum hat sich enthalten.Damit kann Investor Udo Wagner sein Vorhaben – zwei Baukörper mit zusammen neun Wohnungen und Tiefgarage – umsetzen.

Katharina Heldt (CDU) wertete den Beschluss als „gutes Ergebnis“. Die beiden Wohnhäuser im „Villenstil“ versprächen eine „hochwertige Architektur“. Heldt erinnerte an die turbulenten Diskussionen und Wendungen im Bauleitverfahren mit einer unrühmlichen Bauausschusssitzung am 18. November 2013, in der einige Mitglieder ihrem Ärger über eine leicht veränderte Tischvorlage der Verwaltung auf „unangemessene Weise“ Luft gemacht hätten. Bis auf die Höhe seien aber alle wichtigen Details erhalten geblieben.

„Die Bebauung ist zu groß geraten“, meinte hingegen Jürgen Neumann (SPD). Ärgerlich sei, dass die Häuser die „Grünanbindung“ zwischen Friedhof und Bürgerpark verhindern und die Tiefgarage den Baumbestand gefährdet. Leider hätten vorgestellte Alternativen keine Mehrheit gefunden.

Oliver Fink (FDP) sprach von einer „schweren Geburt“. Der Beschluss sei für ihn„kein gutes, aber ein akzeptables Ergebnis“. Die Gebäude seien nicht zu groß, sondern lediglich zu hoch, sagte Fink. Alle am Verfahrenen Beteiligten hätten „eine unglückliche Figur abgegeben“. Da die Stadt nun den Bürgerpark zu sehr günstigen Konditionen „geschossen“ habe (3000 Euro), habe sie nun auch die Verpflichtung, „daraus ein kleines Schmuckstück zu machen“.

Edgar Meyn (Die Grünen) begrüßt das Projekt als „Revitalisierung von Brachflächen“. Die Bebauung von innerstädtischen Flächen sei einer Ausweitung der Siedlungsflächen am Stadtrand vorzuziehen – „das ist grüne Politik“, sagte Meyn.

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