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Mountainbike in den Hüttener Bergen : Mountainbiker sind auf einem guten Weg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Naturparkverein sorgt für die Beschilderung. Amt Hüttener Berge schließt Gestattungsvertrag mit den Landesforsten ab.

Brekendorf | Die Hüttener Berge sollen Mountainbike-freundlicher werden. Nicht nur Freizeitfahrer, die entspannt auf breiten Waldpfaden nebeneinanderher fahren, sollen künftig auf ihre Kosten kommen. Auch für sportlich Ambitionierte sollen neue Trails eingerichtet werden.

Viele Gespräche hat es in den letzten Wochen und Monaten zwischen dem Amt Hüttener Berge, den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und dem Naturparkverein gegeben. Doch nun können die Mountainbiker bald im Brekendorfer Forst in die Pedale treten. Einem Gestattungsvertrag wurde am Montagabend auf der Sitzung des Amtsausschusses Hüttener Berge zugestimmt. Die eiszeitlich geformte Topographie mache die Hüttener Berge attraktiv für Mountainbiker. So soll eine rund 16 Kilometer lange Strecke in den Brekendorfer Forsten ausgewiesen werden, den die Mountainbiker nutzen können. Probleme mit Radfahrern, die querfeldein fahren, gibt es seit Langem. Durch einen Parcours, so die Hoffnung, würde der Sport in geordnete Bahnen gelenkt werden.

Strittig war in den Gesprächen zwischen Verwaltung und Landesforsten die Frage, wer für die Verkehrssicherung auf dem Mountainbike-Trail zuständig ist. Wer trägt die Kosten für das Beseitigen von Totholz oder anderen Mängeln, die zu Risiken für die Fahrer werden könnten? Hier wurde man sich schließlich mit dem Naturparkverein einig. Dieser übernimmt die Kosten, die aber gedeckelt sind, so dass der Verein keine „böse Überraschung“ erleben kann. „Die Summe ist überschaubar“, bestätigte auf Nachfrage gestern Amtsvorsteher Gero Neidlinger. Der Naturparkverein werde auch die Beschilderung übernehmen. Das Amt zahlt jährlich knapp 1000 Euro als Gestattungssentgelt an die Landesforsten.

Die Strecke wurde gemeinsam mit den Landesforsten, dem Naturparkverein, dem Verein Athletico Büdelsdorf und der Radsportgemeinschaft Eckernförde erarbeitet. Auch die Untere Naturschutzbehörde war an der Planung beteiligt.

Brekendorfs Bürgermeister Gerhard Guthardt befürchtet, dass es zu Konflikten zwischen den Waldbesuchern – Radfahrern, Reitern und Spaziergängern - kommen wird. Rollender Konfliktstoff also? „Zumindest ist der Rammsee nicht mehr Teil des Parcours“, sagte Guthardt erleichtert. Der See war noch bei der ersten Streckenskizzierung miteingebunden. Hans Ulrich aus Damendorf wies daraufhin, dass der Vertrag, sollte es zu Problemen kommen, auch wieder gekündigt werden könnte. Holtsees Gemeindechef stellte die Frage, ob es die Aufgabe eines Amtes sei, einen Mountainbike-Trail zu unterhalten. „Der Amtsausschuss hatte beschlossen, dass die Tourismusförderung eine von fünf Aufgaben ist, die das Amt übernimmt“, sagte Ole Bening aus Holzbunge und der Mountainbikesport sei eine touristische Attraktion.

„Ich bin froh, dass wir das Thema jetzt zum Abschluss bringen konnten“, sagte der Vorsitzende des Naturparkvereins hans-Claus Schnack auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung. Er hoffe, dass das Projekt noch in diesem Jahr realisiert werden kann.

 

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erstellt am 28.Jun.2017 | 06:12 Uhr

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