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nostalgische Fahrzeuge : Motoren dröhnen auf dem Land und im Wasser

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mehr als 100 Oldtimer-Traktoren kamen gestern zum traditionellen Treffen am Südstrand zusammen. Dort zogen die nostalgischen Fahrzeuge und die Unterwasserkettensäge viele Besucher in ihren Bann.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Wen Dieselgeruch und Kettensägenlärm nicht abschreckte, der kam am Sonntag auf dem Festivalgelände am Südstrand auf seine Kosten. Dorthin hatten zum siebten Mal „Die Oldtimerfreunde rund um Eckernförde“ zum Oldtimer-Trecker-Treffen geladen. Auch in diesem Jahr erfreuten sich Veranstalter und Aussteller eines großen Besucherandrangs, der mit regem Interesse die Vorführungen der Traktoren und Lkw verfolgte. Bereits bis mittags lagen der Eckernförder Touristik & Marketing GmbH über 130 Anmeldungen historischer Fahrzeuge vor.

Zusätzliche Attraktion der diesjährigen Veranstaltung bildete die Sonderausstellung von Stihl-Motorsägen, deren Vorführungen das gleichmäßige Getucker der Traktoren bei Weitem übertönten. Den Höhepunkt hierbei bildete eine Pressluftkettensäge, deren Gebrauch den Besuchern in einem aufblasbaren Pool demonstriert wurde. Die Säge wird für Unterwasserarbeiten genutzt.

Der 2001 gegründete Verein der Oldtimerfreunde rund um Eckernförde, der sich für die Erhaltung historischer Landtechnik stark macht, hatte auch für einen kleinen Ersatzteilemarkt gesorgt. Auch die kleinsten Trecker-Fans kamen nicht zu kurz. Mit ferngesteuerten Miniatur-Landmaschinen konnten sie schon mal ihr Können unter Beweis stellen.

Unter den zahlreichen Traktoren – meist aus den Baujahren der 1950er und 60er – fand vor allem ein Lanz-Glühkopf-Bulldog besonderes Interesse bei den Besuchern. Als eines der ältesten Ausstellungsstücke aus dem Jahre 1938 wurde das in Mannheim hergestellte Fahrzeug zunächst nach Frankreich und später nach Holland verkauft. Dort fand ihn 1987 sein derzeitiger Besitzer Michael Bollweg aus Alveslohe (Kreis Segeberg) und erstand ihn, als er noch ein Schüler war. Seine Liebe zu dem 55PS starken Traktor entstand, als sein Vater ihn als Kind mit zu einem Bulldog-Treffen nahm.

Heute ist er selbst Vorsitzender des Lanz-Bulldog Clubs Holstein und Veranstalter solcher Treffen. Das Schönste an dem maximal 35km/h schnellen Gefährt ist, „das man die Natur viel intensiver wahrnimmt“, so Bollwegs Ehefrau, die mit Hund im Führerstand den Traktorfan auf seiner zweitägigen Tour nach Eckernförde begleitete.




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