Motive, Formen, Materialien

Nur noch die Konturen sind zu erkennen: In dem Werk 'Überland' von Thomas Hain (re.)  wird ein Motorradfahrer eins mit der Natur. Zum Thema Natur stellen auch Ivar Radowitz, Marianne Harms-Metzger und Renate Golde (v.l.) seit heute in der Galerie Carlshöhe aus.  Foto: Ruhnke
Nur noch die Konturen sind zu erkennen: In dem Werk "Überland" von Thomas Hain (re.) wird ein Motorradfahrer eins mit der Natur. Zum Thema Natur stellen auch Ivar Radowitz, Marianne Harms-Metzger und Renate Golde (v.l.) seit heute in der Galerie Carlshöhe aus. Foto: Ruhnke

Kunstausstellung rund um das Thema "Natur und Kunst" in der Galerie Carlshöhe / Bis 8. September

shz.de von
31. Juli 2013, 03:59 Uhr

Eckernförde | Erde von La Gomera, ein Ast eines Weinstocks oder ein Stück skurril gewachsene Wurzel - von ihren Reisen bringt Renate Golde regelmäßig Naturmaterialien mit, die sie anschließend zu Kunstwerken verarbeitet. Die 61-Jährige ist eine von insgesamt zehn Künstlern, die ab heute in den Räumen der Galerie Carlshöhe zum Thema "Natur und Kunst" ausstellen.

Eisenoxidation in Verbindung mit Gold bildet einen Schwerpunkte der auf Carlshöhe ausgestellten Werke von Renate Golde. "Mich reizt das Thema Werden und Vergehen", erzählt sie. "Auf der einen Seite der Rost und auf der anderen Seite das beständige Gold." Ihre Werke seien dadurch dynamisch. Der Oxidationsprozess setze sich schließlich auf dem Kunstwerk fort.

Die diesjährige Ausstellung "Natur und Kunst" soll der Auftakt einer regelmäßig Reihe werden und ans Green-Screen-Festival in Eckernförde anknüpfen, erzählt Inhaberin Marlies Greifenberg. Neun weitere Künstler konnte sie in diesem Jahr für das Vorhaben gewinnen. Darunter Mitglieder des Natur- und Kulturvereins Carlshöhe, des Kunst- und Kulturvereins Eckernförde, aber auch Externe. Bereits ab heute in der Galerie zu sehen sind Grafiken, Malereien, Plastiken und Texte von Ivar Radowitz, Thomas Hain, Marianne Harms-Metzger, Reiner Götsche und eben Renate Golde. Am Freitag wird die Ausstellung durch Arbeiten von Gudrun Thomas-Feuker, Rose Schmidt-Stettin, Michael Hartmann, Regine Haack und Peter Michael Heyer komplettiert.

Alle haben eins gemeinsam: Ihre Kunst ist schwerpunktmäßig eng verbunden mit dem Thema "Natur". So hat sich Ivar Radowitz etwa von seinem "Lebenslauf der Gärten" inspirieren lassen, der vor dem Zweiten Weltkrieg in einem Kieferngarten des Großvaters begann. In einer anderen Reihe hat der 76-Jährige einige seiner ehemaligen Kollegen beim NDR "durch die Blume" gezeichnet. Organische Formen bestimmen seine Bilder. Der Gegenstand "Gärten" steht ebenfalls im Mittelpunkt der Gemälde von Marianne Harms-Metzger, die sich durch eine Mischtechnik auszeichnen. Die 59-Jährige lässt dabei Naturmaterialien wie Marmormehl und Schlämmkreide einfließen. Thomas Hain beschäftigt sich dagegen in seinen Bilder sinnbildlich mit dem Einswerden mit der Natur.

Die Ausstellung "Natur und Kunst" ist bis zum 8. September in der Galerie Carlshöhe zu sehen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.galerie-carlshoehe.de.

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