Morgenlicht leuchtet in St. Nicolai

Musikalischer Staffellauf mit Station in Eckernförde: Marie Homrighausen, Katja Kanowski und Olaf Carstensen (v.l.). Foto: Haulsen
Musikalischer Staffellauf mit Station in Eckernförde: Marie Homrighausen, Katja Kanowski und Olaf Carstensen (v.l.). Foto: Haulsen

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06. August 2012, 03:59 Uhr

Eckernförde | Vor den Türen der St. Nicolai-Kirche erhoben sich bei Regen bereits die Piraten zum Entern der Stadt, doch im Inneren der ehrwürdigen Kirche ging die Morgensonne auf: "Morning has broken" - die alte gälische Volksweise - ursprünglich ein Weihnachtslied - stand im Mittelpunkt des Kirchenkonzerts, das im Zeichen des Projekts "366 plus 1 -Kirche klingt" von Dr. Olaf Carstensen, Marie Homrighausen und Katja Kanowski gestaltet wurde.

Alle Stühle in St. Nicolai waren besetzt, als zur Musik für Klarinette und Orgel gebeten wurde. Leider war Dr. Olaf Carstensen nach eigenen Worten nicht auf der Höhe seiner Kräfte, so dass das angekündigte Dudelsackkonzert ausfallen musste. Dafür boten die drei Musiker ein besonders berührendes Konzert, das mit einer Improvisation von Morning has broken begann und neben weiteren Liedern immer wieder zurück zu dieser weltberühmten Melodie führte.

Die Liederauswahl stand im Zeichen des Ziels, die Bedeutung von Kirchenmusik in der evangelischen Kirche zu unterstreichen. Daher kam das Konzert weniger sakral daher, sondern weltlich und berührend. Jeder Ton fand die Herzen der Zuhörer.

Olaf Carstensen, Marie Homrighausen und Katja Kanowski fingen unterschiedliche musikalische Momente ein, spielten Bach und Mozart ebenso wie Zoltan Gárdonyi oder Edward Mac Dowell und ließen sich von Musikströmungen aus aller Welt inspirieren und ließen die deutsche Fassung ihres zentralen Themas, "Morgenlicht leuchtet" von allen Besuchern gemeinsam singen.

Ein Konzert zum Träumen und sich einfangen lassen, Musik für alle Ohren und Herzen, das jeden einzelnen Besucher verdient hatte, beendete so in Eckernförde den Staffellauf des bundesweiten Projekts "366 plus 2 - Kirche klingt", das in Augsburg begonnen hatte und am Silvestertag 2012 in Zittau enden wird.

Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Kulturstaatsministers Bernd Neumann und findet im Rahmen der Lutherdekade statt, mit der die evangelische Kirche sich auf das 500. Kirchenjubiläum im Jahr 2017 vorbereitet.

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