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Eckernförder Zeitung

15. Dezember 2017 | 19:11 Uhr

Morgendliche Naturerlebnisse

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 05.Feb.2014 | 19:27 Uhr

Aufstehen im Winter am noch dunklen Morgen bringt mir ebenso Freude wie im Sommer bei strahlendem Sonnenschein. Mein Gang am Südstrand entlang ist geprägt von einer bestimmten Melancholie, oft auch meditativen oder fast ängstlichen Empfindung.

Jeder Morgen stellt sich am Meer anders dar. Bei ruhigem, mildem Wetter liegt die See wie eine dunkle, glatte Ebene da, bei Vollmond spiegelt sich eine gelbe Kugel im leicht welligen Wasser, einige Sterne begleiten ihn auf seiner Bahn – ein Augenblick für Romantiker.

Anderes Erleben ruft ein brausender Wind von Osten kommend hervor, wenn peitschende Wellen und weiße Gischt mit ihren unsichtbaren Krallen am Strand nagen und ihn teilweise verschlingen.

Ein starker Westwind treibt das Wasser zurück in das große Meeresbecken, gibt kleine Sandhügel frei und lädt ein – ähnlich wie im Watt – den Meeresboden zu betreten.

Mitten in der Natur, die die Urgesetze gegen alle menschlichen Einflüsse lebt und beherrscht, auch die anderen Geräusche übertönt, ist der Mensch ein Sandkorn.

Mir wird dann immer wieder klar: Die Natur braucht den Menschen nicht, aber der Mensch braucht die Natur.


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