mofarennen : Mofas wirbeln mächtig Sand auf

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39 Teams waren beim Lindauer Mofarennen am Start. Die schnellsten waren die „Koppelputzer“.

shz.de von
02. Juni 2014, 08:00 Uhr

Ausgelassene Stimmung, Staub, der Geruch und das Knattern von Zwei-Takter-Motoren – auf der Koppel am Sander Weg 36 in Revensdorf war ordentlich was los. Es ging im wahrsten Sinne des Wortes wieder rund, denn 39 Teams stellten sich der Herausforderung und gingen beim 9. Lindauer Mofarennen der „MFG Geiler Keiler“ an den Start.

Am Spektakulärsten war zweifelsohne der Beginn: Wie damals beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans mussten die Fahrer zunächst zu ihren Zweirädern sprinten, bevor sie sich auf die Strecke machen konnten. Es knatterte und qualmte, Aufregung machte sich breit und der Pulsschlag stieg, als sich die Motoren warm liefen. Doch dann wurde es still und Rüdiger Hein hob die Fahne, um das Startsignal zu geben. Drei Stunden donnerten die Maschinen über das Feld. Die Fahrer der Mokicks und Mofas wechselten sich ab.

Für viele Teams ist das Ereignis fest im Jahreskalender eingetragen. „Wir haben uns extra eine Maschine angeschafft, als dieses Rennen ins Leben gerufen wurde“, erzählt Dirk von Borstel, der mit einem Moped, drei Fahrern, zwei Mechanikern und einer großen Fangemeinde aus Hassmoor von Anfang an dabei ist. „Es ist eine ganz tolle Freundschaft hier. Das Wiedersehen steht im Vordergrund.“ Gewinnen sei da nicht so wichtig. Etwas ehrgeiziger geht Mareike Hein an die Sache heran. Die 21-Jährige gehörte zu den vier Frauen, die sich mit den Männern duellierten. „Ich möchte schon möglichst weit vorne mitfahren. Ich fahre zwar etwas zurückhaltender und gehe nicht mit der Brechstange daran, aber es zahlt sich manchmal aus, wenn man nicht kopflos fährt.“ Damit sollte sie recht haben, denn zum dritten Mal nahm sie einen Pokal mit nach Hause. Sie wurde mit ihrem Team „Kreidler Racing“ Zweiter. Mutter Monika ist begeistert: „Das ist das Leben meiner Tochter.

Viele Zuschauer fanden sich am Rand der Strecke ein und jubelten den Teams zu. Nur zuschauen wollten Lukas Laaser und Marcel Metzinger dieses Mal allerdings nicht mehr. Die beiden 15-Jährigen bastelten ein halbes Jahr lang an ihrer Yamaha – wechselten den Kolben und die Kupplung. „Ich fahre schon bei uns auf dem Acker, seit ich sechs Jahre alt war“, erzählt Marcel. „Jetzt ein Rennen zu fahren ist toll.“

Dass die Veranstaltung so großen Anklang findet, hätten die Mitglieder der MFG „Geiler Keiler“ nicht gedacht, als sie das Rennen vor zehn Jahren ins Leben riefen: „Es war wieder einfach super. Wir hatten wenig Stürze, es ist nichts passiert und alle sind sehr fair gefahren. Die Party am Abend war auch klasse. Besser geht es nicht. So soll es sein“, berichtet Rüdiger Hein begeistert. Keine Frage also, ob das Rennen im kommenden Jahr wieder stattfindet. Vermutlich werden sich die Organisatoren zum zehnjährigen Jubiläum sogar noch etwas Besonderes einfallen lassen.
Platzierungen: Bei den Mofas 1. Koppelputzer, 2. Borby-Jübeck-Racer, 3. Aggerbomber. Bei den Mokicks 1. Mulata-Team, 2. Kreidler Racing, 3. Mr Krabs und die krossen Krabben.

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