Neubau : Moderne Zentrale für 55 Mitarbeiter

Stolz auf das neue Bürogebäude: (v.l.) Vater Uwe Sievertsen mit Ehefrau  Renate, Geschäftsführer Sönke Sievertsen mit Lebenspartnerin Kerstin Pöhl.
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Stolz auf das neue Bürogebäude: (v.l.) Vater Uwe Sievertsen mit Ehefrau Renate, Geschäftsführer Sönke Sievertsen mit Lebenspartnerin Kerstin Pöhl.

Firma Sievertsen bezieht neue Firmenverwaltung im Gewerbegebiet Gettorf . Zugleich hat Gettorfs Bürgermeister Jürgen Baasch weitere Gewerbeflächen im Blick, um die Attraktivität der Gemeinde weiter zu steigern.

shz.de von
19. Juli 2014, 06:00 Uhr

Gettorf | Die Walze vor dem Gebäude, die den Betrieb seit 1952 begleitet, ist aufbereitet und frisch lackiert, der moderne Eingangsbereich empfängt in Anthrazit und Orange, der Design-Fußboden schimmert in dunkler Holzoptik. Auf etwa 350 Quadratmetern und zwei Geschossen befinden sich 14 Büros, Schulungsräume und eine offene Küche als Treffpunkt für die Kollegen.

Mit der aktuellen Umstrukturierung des Gewerbegebiets Ravensberg/Friedrichsorter Straße in Gettorf – der Getränkemarkt ist umgezogen, der Aldi-Markt wird durch einen moderneren Markt ersetzt, eine neue Zufahrt gebaut – hat auch Geschäftsführer Sönke Sievertsen in sein Kultur-, Tief- und Straßenbau-Unternehmen in der Friedrichsorter Straße investiert und ein neues Verwaltungsgebäude errichtet. Gestern wurde im Beisein von Familie und Freunden sowie der am Bau beteiligten Firmen Einweihung gefeiert. „Es ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte unseres Unternehmens“, sagt Geschäftsführer Sönke Sievertsen in seiner kleinen Ansprache. „Ich bin stolz darauf, heute vor diesem neuen Gebäude zu stehen.“ Der 40-jährige Diplom-Ingenieur leitet das mittelständische Kultur-, Tief- und Straßenbau-Unternehmen mit heute 55 Mitarbeitern in dritter Generation. 1947 gründeten die Brüder Jens und Johannes Sievertsen die Firma als Technisches Büro für Ingenieur- und Kulturbau in der Gartenstraße in Gettorf. 1953 wurde sie in Jens Sievertsen KG Kultur-, Tief- und Straßenbauunternehmen umbenannt. 1973 zog die Firma in die Friedrichsorter Straße. 2001 stieg Sönke Sievertsen in das Unternehmen ein und übernahm 2006 die Geschäftsführung. Den Schwerpunkt seiner Unternehmenstätigkeit sieht die Geschäftsführung in Norddeutschland. Kunden sind Privathaushalte, Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Auftraggeber, wie Städte, Gemeinden, Kreis- und Straßenbauämter in ganz Schleswig-Holstein. „Die Anforderungen an Bauunternehmen sind im Laufe der Jahre immer mehr gewachsen“, macht Sönke Sievertsen deutlich. „Um diesem Wandel nachzukommen, haben wir in unser Bauunternehmen investiert. Auch wir wollen Maßstäbe setzen für die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft.“

Gettorfs Bürgermeister Jürgen Baasch ist immer froh, wenn die örtlichen Gewerbetreibenden investieren, um Gettorf auch als Wirtschaftsstandort attraktiver zu machen. Durch die neue, direkte Zufahrt von der L44 ins Gewerbegebiet Ravensberg verspricht er sich, dass noch mehr Kunden aus Osdorf und dem östlichen Dänischen Wohld nach Gettorf kommen. Gleichzeitig werde die Kreuzung Friedrichsorter Straße/Eichkoppel/Ravensberg deutlich entlastet, sagt er. „Es wird sich alles entkrampfen.“ Für dringend notwendig erachtet er die Ausweisung neuer Gewerbeflächen in der Gemeinde. Wie zuletzt im Bauausschuss behandelt, kämen dafür eine Erweiterung der Fläche Starkenbook in nördlicher Richtung, eine Erweiterung der Fläche Ravensberg angrenzend an die Eckernförder Chaussee und die Erweiterung der Eichkoppel in östlicher Richtung in Betracht. Mit den jeweiligen Eigentümern werde gerade verhandelt. Die Tendenz gehe in Richtung Erweiterung der Eichkoppel zur neuen B76, äußert sich der Bürgermeister vorsichtig. Dort verfüge die Gemeinde bereits über zweieinhalb bis drei Hektar Land, das nicht liegengelassen werden sollte. Über Ausgleichsflächen sei man mit dem beratenden Ingenieur Marc Stümke bereits im Gespräch. „Es ist sehr wichtig, dass wir da vorankommen“, betont er. „Es kann nicht sein, dass ein Ort wie Gettorf mit 7000 Einwohnern keine Gewerbeflächen zu vergeben hat.“

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