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Projektideen : Mobilität – wichtig für Gettorfs Entwicklung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Seniorenbeirat und Jugendliche stellen Anregungen im Sozialausschuss vor

Die Jugend in Gettorf hat Wünsche: Die Jüngeren hätten gern einen Spielplatz mit Seilbahn, Trampolin, Klettergerüst und Vogelnestschaukel auch für eingeschränkte Kinder, am liebsten in der Mitte des Ortes im Bürgerpark, die Älteren einen Grillplatz mit Sitzmöglichkeiten zum Treffen vorzugsweise außerhalb des Ortes am Schulzentrum. Diese in einer Planungswerkstatt mit Projektleiterin Silke Wahl im Auftrag der Gemeinde erarbeiten Ergebnisse stellten neun Jugendliche dem Sozialausschuss vor.

Am 16. April hatten sich auf Einladung von Silke Wahl auf Anhieb 25 Jugendliche von 10 bis 18 Jahren für zweieinhalb Stunden getroffen, um in einer planungswerkstatt Ideen zu Standort, Gestaltung und Ausstattung eines Spielplatzes für die Jüngeren und eines Grillplatzes für die Älteren zu machen. Am kommenden Montag, 2. Juni, um 17 Uhr will man sich zu einem Ortstermin am Boule-Platz im Bürgerpark treffen, um nach einem geeigneten Ort für einen Spielplatz zu schauen. Interessierte Jugendliche sind willkommen. Die Verwaltung wird prüfen, was planungsrechtlich möglich ist oder notwendig wäre, Silke Wahl will mit den Jugendlichen die Kosten ermitteln. Man war sich einig im Ausschuss, gemeinsam mit den Jugendlichen möglichst schnell etwas umsetzen zu wollen.

Damit insbesondere ältere Mitbürger aus den Gettorfer Randbereichen verlässlich und kostengünstig zum Markt, zum Einkaufen, zum Arzt, zum Amt, zur Bank, zur Tafel, zur Bücherei oder ins Café kommen können, könnte bald ein innerörtlicher Fahrdienst eingerichtet werden. Nach einer Erprobungsphase in diesem Jahr könnte das Modell im kommenden Jahr optimiert und später nachhaltig verlängert werden. In einem zweiten Schritt könnte das Modell im Amtsbereich ausgeweitet und in einem dritten Schritt unter dem Aspekt E-Mobilität als Projekt zur Förderung über die Aktiv-Region konzipiert werden. Das zumindest ist die Idee, die der Seniorenbeiratsvorsitzende Dr. Roland Lauterbach vorstellte. Überzeugt davon, sprach sich das Gremium einstimmig dafür aus, die Idee konkretisieren zu wollen. „Es passt in die Zeit, und Mobilität ist wichtig für die Entwicklung Gettorfs“, sagte der Ausschussvorsitzende Gerhard Witte (SPD). Er dankte dem Seniorenbeirat, dass er das Thema angeht. Die Verwaltung sagte zu, in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und dem Seniorenbeirat ein Finanzierungskonzept zu erstellen, Kooperationsmöglichkeiten mit den Umlandgemeinden zu erfragen und die Idee als Projekt zur Förderung über die Aktiv-Region zu formulieren. Der Seniorenbeiratsvorsitzende hob noch einmal die Bedeutung des Vorhabens für die Gemeinde und das Umland hervor. „Die Mobilität nimmt ab im Alter und damit auch die Möglichkeit, am öffentlichen Leben teilzuhaben“, sagte er. Ein Thema, das auch den Kreis- und Landeseniorenrat beschäftige. Gerade auch im Hinblick auf die noch im Konzeptionierungsstadium befindliche Anlaufstelle für Senioren, die man sich in der Ortsmitte wünscht, gehörten Kommunikation, Informationsfluss und Mobilität zum Gesamtkonzept. Auch für Handel und Gewerbe wäre das von Vorteil, fügte er hinzu. Die Nachbargemeinden Neudorf-Bornstein und Lindau hätten bereits Interesse signalisiert. Insofern dürfe man langfristig auch über eine Ausweitung auf den Amtsbereich nachdenken. Als Projekt würde es unter dem Aspekt E-Mobilität gut in die vom Ministerium für die neue Förderperiode an die Aktiv-Regionen herausgegebenen Handlungsfelder Klimaschutz und nachhaltige Daseinsvorsorge passen.

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erstellt am 28.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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