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Wohlder Markt : „Mittlerweile eine Institution“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der 6. Wohlder Markt hat Veranstalter Klaus Juschkat bestätigt: Die Mischung aus regionaltypischen Produkten kommt bei den Besuchern sehr gut an. Tausende Besucher kamen an den beiden Veranstaltungstagen.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 06:11 Uhr

Petrus meinte es gut mit den Veranstaltern des mittlerweile sechsten Wohlder Markts. Nachdem sich die kräftigen Schauer des Vormittags verzogen hatten, strömten mit den Sonnenstrahlen zahlreiche Besucher auf das Gut Wulfshagen – so viele auf einmal, dass Amtsdirektor Matthias Meins Mühe hatte, die Begrüßungszeremonie termingerecht zu erreichen. Einige Hände waren unterwegs zu schütteln, kurze Worte zu wechseln, noch bevor Jutta Gräfin zu Reventlow ihren Gästen frohe Stunden auf dem Gutshof wünschte.

Danach war mehr Zeit, sich ausgiebig zu unterhalten – die Besucher verteilten sich auf dem weitläufigen Freigelände, in den Scheunen und an den Marktständen. Eine Vielzahl von Waren wurde feilgeboten, es gab selbstgefertigte Schmuckstücke zu entdecken – und kein Gedränge schob einen weiter. Man durfte innehalten, staunen, probieren und auch kaufen – oder einen Klönschnack mit den Ausstellern halten, zumeist Hobby-Marketender aus der Region.

Veranstalter Klaus Juschkat sprach von einer „gesunden Größe“, die sich im Laufe der Jahre herausgebildet habe. „Zum ersten Markt hat es ein halbes Jahr gedauert, bis wir die Ausstellerliste komplett hatten. Heute haben wir eine Warteliste, aber größer wollen wir nicht werden. Es soll ein Fest bleiben für das Dorf, mit der Möglichkeit, sich in Ruhe auszutauschen. Hüpfburgen wird es hier nicht geben.“

Die Attraktivität hat sich dennoch herumgesprochen – viele Gäste aus dem Umland haben sich den Markt in Wulfshagen als festen Termin im Kalender angestrichen. Christine Aschenberg-Dugnus, Mitglied des Deutschen Bundestages aus Strande, hat „seit Jahren einen Leinenbeutel dabei“, um gemeinsam mit ihrem Ehemann die Einkäufe vom Gutshof nach Hause zu tragen. Gudrun Bieder probierte am Stand von Ellen Meyer (Schneiderin aus Schilksee) einige Hüte auf, entschied sich nach eingehender Beratung für eine blau-schwarz gestreifte Wollmütze – und behielt sie gleich auf. „Ich bin immer gerne hier“, strahlte die Friedrichsorterin: „Ich habe früher in Gettorf gelebt. Da ist es doch naheliegend, die alte Heimat zu besuchen.“

Neben seiner Frau bot Peter Meyer seine selbstgedrechselten Kunstwerke an: „Das habe ich mir an der Volkshochschule beigebracht. Wir sind seit fünf Jahren hier und haben viel Spaß – besser als zuhause auf dem Allerwertesten zu sitzen.“ Die Hausherren kennen beide schon lange: „Wir sind als Kaufleute mit unserem Verkaufswagen früher auf dem Gutshof gewesen.“ Zum ersten Mal dabei waren Ana Schloßer und Kirsten Krüger (Altenhof-Aschau), die handwerklich gefertigte Kleidung und eigens kreierte Köstlichkeiten anboten. „Sprottenschmied“ und Ehemann Patrick Schloßer stellte seine Metallkunstschätze nebenan aus.

Ein weiterer Schmied war in der alten Scheune bei der Arbeit zu beobachten: „Da schindet man sich für den guten Zweck“, stöhnte Rolf Reins scherzhaft, der den Erlös seiner Tätigkeit dem Kieler Kinder- und Jugendhospiz zukommen lassen will. Ihm über die Schulter schauten Uwe Brunswieck (Bovenau) und Heinz Steinfurth (Blickstedt), Weggefährten aus gemeinsamen früheren Zeiten bei der MAK in Friedrichsort. Mit dabei war erstmals auch die seit 1996 bestehende Seniorenredaktion der Eckernförder Zeitung. Ein Dutzend Autoren lasen ihre Geschichten und erhielten viel Beifall. Die Texte erscheinen einmal wöchentlich auf der Seniorenseite.

Der Großteil der Erlöse der zweitägigen Veranstaltung soll für die Einrichtung der neuen Kinderkrippe in Blickstedt verwendet werden. Spielgeräte für die Betreuung der unter Dreijährigen stehen auf der Wunschliste der Erzieherinnen ganz oben. Gemeinsam mit der Gettorfer Rapsblütenkönigin Aileen Guske nahm der Cheforganisator zudem eine Ehrung vor, die ihm besonders am Herzen lag: Den Gutsmitarbeitern Christian Blanck und Hans-Joachim Henningsen wurde je eine Flasche Honigwein aus der Tüttendorfer Imkerei von Harald König überreicht. „Ihr seid Helfer der ersten Stunde, immer hilfsbereit, wann immer man kommt“, formulierte Juschkat seinen Dank. Henningsen war vor Jahrzehnten in einem der Häuser auf dem Gut zur Welt gekommen.

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